Überraschung in Cortina: Lena Dürr als Zweite im Riesenslalom-Finale
Der Riesenslalom gilt traditionell als die schwächste Disziplin der deutschen Skirennfahrerinnen. Doch bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo sorgt Lena Dürr für eine beeindruckende Überraschung. Nach dem ersten Lauf des olympischen Riesenslaloms liegt die 34-jährige Deutsche auf dem zweiten Platz und hat damit ausgezeichnete Medaillenchancen für das bevorstehende Finale.
Enge Platzierung an der Spitze
Lena Dürr beendete den ersten Lauf mit nur 0,34 Sekunden Rückstand auf die führende Italienerin Federica Brignone. Deren Teamkollegin Sofia Goggia folgt als Dritte mit 0,12 Sekunden Abstand zu Dürr. Auf den vierten Platz, den sich drei Athletinnen teilen, hat die deutsche Starterin einen komfortablen Vorsprung von 0,40 Sekunden. Diese enge Platzierung verspricht ein spannendes Finale im zweiten Lauf.
Die zweite deutsche Teilnehmerin Emma Aicher landete nach 30 Starterinnen auf Rang 17 mit einem Rückstand von 1,25 Sekunden. Der zweite Lauf beginnt um 13.30 Uhr und wird live im ZDF sowie bei Eurosport übertragen.
Dürrs begeisterte Reaktion
Nach ihrem starken Lauf zeigte sich Lena Dürr überglücklich. „Es hat so Spaß gemacht, oh Mann“, sagte die Skirennfahrerin. „Da steh ich da oben, die Sonne scheint und es ist alles angerichtet. Dass es dann so gelingt... das war einfach eine Genussfahrt. Das war wirklich herrlich, hat Spaß gemacht.“ Ihre Begeisterung war deutlich spürbar und unterstreicht die besondere Leistung in einer Disziplin, die nicht zu ihren stärksten zählt.
Späte Genugtuung nach Peking-Enttäuschung?
Lena Dürr ist eigentlich als Slalom-Spezialistin bekannt, hat sich in dieser Saison aber deutlich im Riesentorlauf verbessert. Sollte sie es in den Dolomiten tatsächlich in die Medaillenränge schaffen, wäre dies eine späte Genugtuung nach der Enttäuschung bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking. Damals ging sie im Slalom als Führende in das Finale, wurde am Ende aber knapp Vierte und verpasste damit eine Medaille nur um Haaresbreite.
Ihre aktuelle Performance zeigt, dass Dürr aus dieser Erfahrung gelernt hat und nun mit neuer Stärke antritt. Die Kombination aus technischer Verbesserung und mentaler Stabilität könnte sich im Finale als entscheidend erweisen. Die Skifans dürfen gespannt sein, ob die Deutsche ihre Überraschungsrolle bis zum Ende durchhalten kann.



