Alysa Liu feiert goldenes Comeback bei Olympischen Winterspielen
Die US-amerikanische Eiskunstläuferin Alysa Liu hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien einen beeindruckenden Triumph gefeiert. Die 20-jährige Weltmeisterin krönte ihr spektakuläres Comeback mit dem Olympiasieg im Einzelwettbewerb der Frauen und verbesserte sich dabei in der Kür vom dritten auf den ersten Platz.
Spannender Wettkampf mit historischem Ergebnis
Die Kür der Frauen entwickelte sich zu einem echten Nervenkitzel, bei dem Liu mit einer nahezu perfekten Leistung überzeugte. Silber ging an die Japanerin Kaori Sakamoto, die bereits vor vier Jahren Bronze gewonnen hatte und nun ihren Abschied von der olympischen Bühne gab. Bronze sicherte sich ihre 17-jährige Teamkollegin Ami Nakai, die ihr olympisches Debüt feierte.
Liu ist die erste amerikanische Eiskunstlauf-Olympiasiegerin bei den Frauen seit Sarah Hughes im Jahr 2002. Die zweimalige Olympiasiegerin Katarina Witt zeigte sich in der ARD begeistert: „Es war so schön, ihre Freude zu sehen, ihre Unbeschwertheit. Sie hat ihre Sprünge mit ganz großer Sicherheit gezeigt.“
Traumhafte Rückkehr nach Karrierepause
Bemerkenswert ist Lius Weg zum Olympiasieg: 2022 hatte die damals 16-Jährige überraschend ihre Karriere beendet, kehrte jedoch zur Saison 2024/2025 zurück und wurde prompt Weltmeisterin. Nun komplettierte sie vor den Augen von Eiskunstlauf-Superstar Ilia Malinin ihr Traum-Comeback.
Die amerikanische Meisterin Amber Glenn, die im Kurzprogramm noch Probleme hatte, verbesserte sich zwar vom 13. auf den 5. Platz, verpasste aber trotz der drittbesten Kür eine Medaille.
Deutsche Beteiligung mit besonderer Geschichte
Für Deutschland war keine Läuferin im Wettbewerb vertreten, doch eine in Deutschland gebürtige Sportlerin nahm teil: Die für Rumänien startende Julia Sauter belegte den 17. Rang. Die in Baden-Württemberg geborene Athletin wurde mit 15 Jahren aus dem deutschen Kader sortiert, weil sie damals keine zwei verschiedenen Dreifachsprünge beherrschte. In ihrer Olympia-Kür zeigte sie nun insgesamt sechs Dreifachsprünge, davon vier verschiedene.
Sauter erklärte ihre besondere Situation: „Ich unterstütze unsere deutschen Läufer, ich wohne in Deutschland. Ich liebe unsere deutschen Paare und ich feuere die genauso an, aber für meine Karriere ist es das Land Rumänien.“
Der Wettbewerb zeigte insgesamt ein hohes Niveau, wie Katarina Witt betonte: „Es war eine sehr gute Konkurrenz, nicht so ein Sturzfestival wie bei den Männern.“



