Lochner führt im Viererbob: Goldkurs nach Startrekord bei Olympia in Cortina
Lochner führt im Viererbob nach Startrekord bei Olympia

Lochner dominiert zur Halbzeit: Goldkurs im Viererbob nach historischem Start

Cortina d'Ampezzo – Johannes Lochner setzt seine beeindruckende Olympia-Performance fort. Nach seinem Triumph im Zweierbob liegt der 35-jährige Pilot aus Berchtesgaden auch in der Königsklasse, dem Viererbob, nach den ersten beiden Läufen klar auf Goldkurs. Mit seiner Crew, bestehend aus Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer, erzielte Lochner im ersten Lauf gleichzeitig einen Start- und Bahnrekord auf der Eisbahn von Cortina d'Ampezzo.

Deutlicher Vorsprung vor dem größten Konkurrenten

Zur Halbzeit des Wettbewerbs hat Lochner einen komfortablen Vorsprung von 0,43 Sekunden auf seinen größten Rivalen Francesco Friedrich aus Pirna. Dieser konnte sich zwar im zweiten Durchgang den Startrekord zurückholen, verlor jedoch insgesamt weitere vier Hundertstelsekunden auf den Führenden. „Die Bahn liegt mir brutal gut, geht top von der Hand“, kommentierte Lochner seine überzeugende Leistung.

Auf dem dritten Platz positionierte sich überraschend Adam Ammour von Eintracht Frankfurt, der sich im zweiten Lauf von Rang fünf auf drei verbesserte. Der Schweizer Michael Vogt folgt mit zwölf Hundertstelsekunden Rückstand auf Platz vier, während der im Training starke Italiener Patrick Baumgartner aktuell Fünfter ist.

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Margis könnte Olympia-Geschichte schreiben

Besonders spannend ist die Situation für Lochners Anschieber Thorsten Margis. Sollte das deutsche Team Gold gewinnen, würde Margis zum erfolgreichsten Bobfahrer der Olympia-Geschichte aufsteigen. Aktuell hält diesen Titel noch der frühere Anschieber Kevin Kuske mit vier Gold- und zwei Silbermedaillen. Fünf Olympiasiege, die Margis erreichen könnte, hat bisher noch kein Bobfahrer geschafft.

Margis hatte seine Karriere eigentlich bereits vor zwei Jahren beendet, kehrte dann aber für ein Comeback zu Lochner zurück – eine Entscheidung, die bei seinem früheren Chef Francesco Friedrich nicht auf Begeisterung stieß. „Wir wollen Gold holen und Olympiasieger werden - nichts anderes. Es ist machbar, Franz zu schlagen“, hatte Margis damals erklärt.

Krönender Abschluss einer Karriere im Blick

Für Johannes Lochner könnte dieser Wettbewerb der perfekte Abschluss seiner Karriere werden. Vor vier Jahren in Peking war der Bayer zweimal Zweiter hinter Francesco Friedrich geworden. Nun führt er deutlich und zeigt mit minimalen Fehlern in der Bahn seine überlegene Kontrolle. Während Friedrich sich erneut kleine Ungenauigkeiten leistete, die sich summieren, präsentiert sich Lochner fehlerfrei.

Die beiden abschließenden Läufe am Schlusstag der Winterspiele versprechen Spannung, obwohl Lochners Vorsprung beträchtlich ist. Der deutsche Pilot darf auf einen triumphalen Karriereabschluss hoffen, während sein Teamkollege Margis Olympia-Geschichte schreiben könnte.

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