Laura Nolte führt im Monobob nach zwei Läufen - Gold in Reichweite
Nolte führt im Monobob - Gold in Reichweite

Laura Nolte auf Goldkurs im Monobob nach starkem Start

Bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo, Italien, hat Laura Nolte einen beeindruckenden Auftakt hingelegt. Nach zwei von vier Läufen im Monobob-Wettbewerb führt die 27-jährige deutsche Bobpilotin das Feld an und ist damit auf bestem Weg, ihre zweite olympische Goldmedaille zu erringen. Im Gegensatz zu vielen patzenden Mitfavoritinnen zeigte Nolte eine herausragende Leistung, die Hoffnungen auf einen deutschen Triumph nährt.

Bahnrekord und souveräne Führung

Nolte startete mit einem spektakulären Bahnrekord in den ersten Lauf und leistete sich im zweiten Durchgang lediglich kleine Fehler. Diese konstante Performance brachte ihr einen Vorsprung von 0,22 Sekunden vor der US-amerikanischen Konkurrentin Elana Meyers Taylor ein. Hinter ihr folgen die Peking-Olympiasiegerin Kaillie Armbruster Humphries, ebenfalls aus den USA, sowie die Europameisterin Melanie Hasler aus der Schweiz. "Bei mir ging es heute echt gut von der Hand. Ich hatte im Training echt Probleme, aber ich hatte einfach einen sehr guten Plan, den ich dann auch umsetzen konnte", erklärte Nolte nach den Läufen.

Herausforderung durch starke US-Pilotinnen

Der Weg zum Gold ist jedoch alles andere als einfach. Nolte muss den Angriff von gleich drei talentierten US-Pilotinnen abwehren, die alle um die Medaillen kämpfen. Die Erfahrung aus Peking 2022, wo sie im Monobob als Vierte knapp eine Medaille verpasste, könnte ihr dabei zugutekommen. Damals holte sie überraschend Gold im Zweierbob mit Deborah Levi, was ihr Selbstvertrauen stärkte. "Ich konnte mich im Sommer nochmal richtig in der Athletik verbessern. Somit bin ich am Start etwas besser geworden und kann nun auch bei den Schnellsten mithalten. Das verbesserte natürlich nochmal meine Chancen im Mono", so Nolte.

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Deutsche Konkurrenz mit gemischten Gefühlen

Während Nolte glänzt, hatten ihre deutschen Teamkolleginnen weniger Glück. Lisa Buckwitz, die mit Startrekorden aufwarten konnte, leistete sich in beiden Läufen zu viele Patzer und liegt als Sechste fast eine Sekunde zurück. "Startrekord ist das Beste am ganzen Tag. Der erste Lauf war super schlecht. Ich habe eine falsche Kufenwahl getroffen. Das ist sehr bitter jetzt", bedauerte Buckwitz. Kim Kalicki belegt nach dem ersten Tag Platz 16 und hat damit kaum noch Medaillenchancen.

Ausblick auf den Finaltag

Vor den beiden abschließenden Läufen an diesem Montag betonte Nolte, dass sie sich nicht auf ihrem Vorsprung ausruhen will. "Ich will nichts Besonderes machen, aber mich auch nicht drauf ausruhen, weil zwei Zehntel sind nicht viel im Monobob", sagte sie. Mit ihrer aktuellen Form und der Fähigkeit, unter Druck zu performen, scheint sie gut gerüstet, um den Olympiasieg zu vollenden. Die Spannung bleibt hoch, ob sie den Goldkurs halten und damit ihre beeindruckende Karriere um ein weiteres Highlight bereichern kann.

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