Norwegen nach Staffel-Gold bestraft: Schummel-Ärger bei Olympischen Winterspielen
Norwegen nach Staffel-Gold bestraft: Schummel-Ärger

Norwegen nach Staffel-Gold bestraft: Schummel-Ärger bei Olympischen Winterspielen

Die norwegischen Langläufer um Rekord-Olympiasieger Johannes Hosflot Klaebo (29) dominieren bei den aktuellen Olympischen Winterspielen die Loipe und haben bisher alle vier Wettbewerbe gewonnen. Doch nach dem Staffelrennen am Sonntag gab es erneut Schummel-Ärger: Der Skiweltverband FIS bestrafte die Skandinavier für einen Regelverstoß.

Illegaler Skitest auf gesperrter Loipe

Laut Berichten der finnischen Zeitung „Ihlalehti“ testete ein norwegischer Servicemitarbeiter kurz vor dem Rennen auf der gesperrten Loipe Ski. Dadurch erhielten die Norweger in letzter Minute Informationen über den Zustand der Piste, die anderen Nationen nicht vorlagen – ein klarer Verstoß gegen die Regeln.

Finnlands Langläufer Iivo Niskanen (34) äußerte sich nach dem Rennen kritisch: „Es ist schon interessant, wenn die Loipen um Viertel nach elf gesperrt sind und ich neben dem Zaun stehe, während die Norweger die Skier testen. Vielleicht halten sich die von der FIS ja nicht mehr so an die Regeln …“

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Glimpflische Strafe nach Entschuldigung

Die FIS griff durch, verhängte jedoch eine milde Strafe, nachdem sich die Norweger für den „Fehler“ entschuldigt hatten. Für das illegale Benutzen der Strecke beschlossen die Regelhüter, der Top-Nation beim nächsten Rennen, dem Team-Sprint am Mittwoch, eine Betreuerweste wegzunehmen. Das bedeutet: Ein Servicetechniker weniger als sonst darf auf die Loipe zum Skitest.

Ob diese Maßnahme den Super-Langläufern wirklich wehtut, bleibt fragwürdig. Der norwegische Skiverband erklärte: „Im Zusammenhang mit dem Skitest vor dem heutigen Staffelrennen bei den Olympischen Spielen hat einer unserer Skitechniker einen Fehler begangen. Der Skitechniker hat den Zeitpunkt der Sperrung der Loipe missverstanden und sich nach der Sperrung noch 8–10 Minuten in der klassischen Loipe aufgehalten, während die Skating-Loipe noch offen war.“

Wiederholter Ärger mit Norwegen

Bereits im Sprint am vergangenen Dienstag sorgte eine von den Norwegern im Servicebereich eingesetzte Wachsmaschine während der Endläufe für Kontroversen. Obwohl diese laut den vorab verschickten Regeln verboten war, durfte sie aufgrund einer kurz vorher erteilten Sondergenehmigung genutzt werden. Die Information darüber gab die FIS allerdings nicht an die anderen Nationen weiter.

Deutschlands Langlauf-Sportdirektor Peter Schlickenrieder (55) kritisierte scharf: „Das ist meiner Meinung nach ein ganz klares Versagen der FIS-Verantwortlichen – zum wiederholten Male. Das ist einfach nur bitter.“

Die wiederholten Vorfälle werfen Fragen zur Fairness und Transparenz bei den Olympischen Winterspielen auf. Während Norwegen weiterhin die Loipe dominiert, bleibt der Beigeschmack von Regelverstößen und ungleichen Wettbewerbsbedingungen.

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