Olympia-Sensation: Chinesischer Eisschnellläufer Ning schlägt Top-Favorit Stolz
Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand hat sich am 19. Februar 2026 eine atemberaubende Überraschung im Eisschnelllauf über 1500 Meter ereignet. Der chinesische Athlet Zhongyan Ning (26) setzte sich gegen den haushohen Favoriten Jordan Stolz (21) aus den USA durch und holte sich die Goldmedaille mit einem olympischen Rekord von 1:41,98 Minuten.
Stolz verpasst drittes Gold trotz klarer Favoritenrolle
Jordan Stolz, der bereits die Goldmedaillen über 500 und 1000 Meter gewonnen hatte, galt als absoluter Top-Favorit für den dritten Olympiasieg. In der gesamten Weltcup-Saison hatte der Amerikaner alle Rennen über diese Distanz für sich entschieden. Doch im entscheidenden Moment blieb er mit einer Zeit von 1:42,75 Minuten deutlich hinter dem chinesischen Überraschungssieger zurück und musste sich mit Silber begnügen.
Bereits vom Start weg zeigte sich, dass Stolz nicht an seine gewohnte Dominanz anknüpfen konnte. Er war langsamer als Ning, der zwei Paare vor ihm gestartet war. Entgegen der Erwartung, dass Stolz in der zweiten Rennhälfte aufholen würde, verlor er kontinuierlich weitere Zehntelsekunden und lag am Ende ganze 77 Hundertstel hinter dem neuen Olympiasieger.
Bitteres Rennen für Niederländer und enttäuschende Deutsche
Besonders bitter verlief das Rennen für den Niederländer Joep Wennemars (23). Nachdem er bereits über 1000 Meter durch einen chinesischen Läufer behindert worden war und so eine Silbermedaille verpasste, musste er sich nun mit dem undankbaren vierten Platz hinter seinem Landsmann Kjeld Nuis (36) begnügen.
Für die deutschen Starter gab es ebenfalls keine erfreulichen Nachrichten. Finn Sonnekalb (18) aus Erfurt, der in der Weltcup-Saison mit Platz zwei, drei und zwei vierten Plätzen über 1500 Meter für Medaillenhoffnungen gesorgt hatte, zeigte sich von seiner Erkältung noch beeinträchtigt. Er erreichte nur den 13. Platz in für ihn schwachen 1:45,64 Minuten. Hendrik Dombeck (28) und Moritz Klein (25) platzierten sich auf den Rängen 19 und 20.
Historischer Sieg für chinesischen Eisschnelllauf
Der Sieg von Zhongyan Ning markiert einen historischen Moment für den chinesischen Eisschnelllauf. Mit seinem olympischen Rekord demonstrierte der 26-Jährige nicht nur seine individuelle Klasse, sondern setzte auch ein deutliches Zeichen für die wachsende Konkurrenzfähigkeit asiatischer Nationen in dieser traditionell von europäischen und nordamerikanischen Athleten dominierten Sportart.
Die Überraschung war perfekt, als Ning nach dem Rennen seine Freude über den unerwarteten Olympiasieg zeigte. Während Stolz seine dritte Goldmedaille verpasste, schrieb der Chinese mit seinem Sieg ein neues Kapitel in der olympischen Geschichte des Eisschnelllaufs.



