Nach Doping-Wirbel: Biathletin Rebecca Passler zurück im Olympia-Training
Die italienische Biathletin Rebecca Passler hat nach ihrer zwischenzeitlichen Doping-Suspendierung bei den Olympischen Winterspielen in Antholz erstmals wieder am offiziellen Training teilgenommen. Die 24-Jährige absolvierte im Antholzer Stadion eine Einheit mit ihren Teamkolleginnen, um sich auf die Staffel der Frauen am Mittwoch um 14.45 Uhr vorzubereiten. Ob Passler tatsächlich in der Staffel zum Einsatz kommen wird, bleibt jedoch noch unklar. Eine finale Entscheidung darüber wird erst am Dienstag getroffen.
Passler äußert sich nicht öffentlich zu ihrem Doping-Fall
Rebecca Passler hat sich in ihrer Heimat Antholz zunächst nicht öffentlich zu ihrem Doping-Fall geäußert. Der italienische Wintersportverband Fisi hatte angekündigt, dass die Athletin für Stellungnahmen nicht zur Verfügung steht. In einer offiziellen Mitteilung des Verbandes sagte Passler lediglich: „Jetzt kann ich mich endlich wieder voll und ganz auf Biathlon konzentrieren.“ Diese Aussage unterstreicht ihren Fokus auf die sportliche Leistung nach den turbulenten Wochen der Suspendierung.
Berufungsgericht ermöglicht Olympia-Start nach positivem Dopingtest
Das Berufungsgericht der italienischen nationalen Anti-Doping-Behörde Nado hatte entschieden, dass Rebecca Passler bei den Olympischen Winterspielen starten darf. Zuvor war die Biathletin bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfes im Januar positiv auf die Substanz Letrozol getestet worden. Passler argumentierte in ihrem Fall, dass es sich um eine Verunreinigung handele, die nicht absichtlich herbeigeführt wurde.
Die Hintergründe dieser Verunreinigung sind ungewöhnlich: Laut Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa soll ein Löffel, der mit dem Medikament Letrozol in Kontakt gekommen war, später beim Essen verwendet worden sein. Auf diese Weise könnten minimale Rückstände in den Körper der Athletin gelangt sein. Passlers Mutter leidet an Brustkrebs, weshalb sich das Medikament im Haushalt befand. Die Agentur berichtete weiter: „Die feste Gewohnheit beider, Nutella zum Frühstück zu essen, deutet eindeutig auf eine versehentliche Speichelverunreinigung des Nutella-Behälters hin, mit dem die Athletin versehentlich in Kontakt kam.“
Diese Erklärung wurde vom Berufungsgericht offenbar akzeptiert, sodass Passler ihre Olympia-Teilnahme antreten kann. Die Situation zeigt die komplexen Umstände, die bei Dopingfällen eine Rolle spielen können, und unterstreicht die Bedeutung gründlicher Untersuchungen. Für Passler bedeutet dies nun die Chance, sich trotz der Kontroverse auf den sportlichen Wettkampf zu konzentrieren und möglicherweise in der Staffel für Italien zu starten.



