Skispringen: Raimund erlebt Desaster in Oslo - Deschwanden schreibt Weltcup-Geschichte
Raimund-Desaster in Oslo - Deschwanden schreibt Geschichte

Skispringen: Raimund erlebt bitteres Desaster in Oslo

Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund hat nur acht Tage nach seinem ersten Weltcupsieg eine schmerzhafte Niederlage erlebt. Der 25-jährige Oberstdorfer schied am legendären Holmenkollen in Oslo bereits im ersten Durchgang aus und verpasste als 36. das Finale der besten 30 Springer. "So schnell kann es gehen. Ich war einfach zwei Meter zu spät und bin voll durchgelatscht", kommentierte Raimund sein schlechtestes Ergebnis seit Dezember 2024 in der ARD.

Deschwanden schreibt Weltcup-Geschichte

Während Raimund scheiterte, feierte Gregor Deschwanden einen historischen Triumph. Der 35-jährige Schweizer gewann mit Sprüngen auf 132,5 und 130,5 Metern (263,1 Punkte) und löste damit Pius Paschke als ältesten Premierensieger der Weltcup-Geschichte ab. Paschke hatte 2024 in Engelberg als 33-Jähriger gewonnen.

Die weiteren Podestplätze belegten:

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  • Maximilian Ortner (Österreich) mit 261,7 Punkten auf Platz 2
  • Naoki Nakamura (Japan) mit 251,7 Punkten auf Platz 3

Schwaches deutsches Team

Bester Springer des deutschen Teams war der zweimalige Olympiasieger Andreas Wellinger auf Rang 17. Neben Wellinger erreichten nur Karl Geiger (19.) und Pius Paschke (29.) den zweiten Durchgang. Raimund, der in der Vorwoche in Lahti noch strahlender Gewinner war, hatte bereits in der Qualifikation Probleme mit der anspruchsvollen Traditionsschanze am Osloer Hausberg.

Im Wettkampf zeigte der Oberstdorfer trotz nicht optimaler Windbedingungen einen schwachen Sprung - 119,0 Meter waren deutlich zu wenig. Noch schlechter schnitt Felix Hoffmann ab, der Tournee-Sechste landete auf Platz 44.

Prevc chancenlos durch Windböe

Ebenfalls chancenlos war Sloweniens Topstar Domen Prevc. Kurz nach dem Absprung zerstörte ein Windstoß sein Sprungsystem, sodass der 13-malige Saisonsieger nichts mehr ausrichten konnte. Mit 117,5 Metern landete Prevc auf Rang 42, nahm die Niederlage aber gelassen hin.

Die Wettkampfleitung bestätigte, dass mehrere Springer mit schwierigen Windbedingungen zu kämpfen hatten, was den ungewöhnlichen Ausgang des Wettbewerbs mit erklären könnte.

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