Skispringen: Philipp Raimund glänzt im Training auf der Großschanze in Predazzo
Drei Tage nach seinem Olympiasieg von der Normalschanze hat Skisprung-Olympiasieger Philipp Raimund auch beim Umzug auf die große Schanze in Predazzo überzeugt. Der 25-jährige Deutsche präsentierte sich in den ersten drei Trainingsdurchgängen in ausgezeichneter Medaillenform und belegte dabei die Plätze sechs und zweimal zwei.
Starke Leistungen des Olympiasiegers
Raimund, der bei den Olympischen Spielen das Gold von der Normalschanze gewann, zeigte sich auf der Großschanze von Predazzo äußerst souverän. In den drei Durchgängen des ersten Trainingstages sprang er konstant auf hohem Niveau und demonstrierte damit, dass er auch auf der größeren Schanze zu den Topfavoriten gehört. Seine Platzierungen von Rang sechs sowie zweimal Rang zwei unterstreichen seine ausgezeichnete Form.
Prevc mit Tagesbestweite, aber Raimund vorne dabei
Für die klare Tagesbestweite sorgte der slowenische Topfavorit Domen Prevc, der den letzten Durchgang mit einer Weite von 143,5 Metern gewann. Interessanterweise lag Prevc in den ersten beiden Durchgängen jedoch hinter Philipp Raimund. In diesen Durchgängen setzten sich der Österreicher Jan Hörl und der Japaner Ren Nikaido an die Spitze des Feldes.
Gemischte Bilanz für deutsche Springer
Bei den weiteren deutschen Springern zeigte sich ein durchwachsenes Bild:
- Felix Hoffmann präsentierte sich mit den Plätzen zehn und fünf zunächst stark, bevor sein dritter Durchgang eher mäßig verlief (Rang 22).
- Der zweimalige Olympiasieger Andreas Wellinger sprang solide und belegte die Plätze 13, 13 und 14.
- Routinier Pius Paschke hatte dagegen noch große Probleme mit der Schanze und landete auf den Plätzen 40, 34 und 35.
Frauen mit schwierigem Start
Bei den Frauen lief nach dem schwachen Abschneiden auf der Normalschanze auch im ersten Training auf der Großschanze wenig zusammen. Ein achter Rang von Vizeweltmeisterin Selina Freitag war die einzige Top-10-Platzierung der vier deutschen Springerinnen in den drei Durchgängen. Den besten Eindruck hinterließen dagegen:
- Die slowenische Topfavoritin Nika Prevc
- Norwegens Olympiasiegerin Anna Odine Ström
- Deren Landsfrau Eirin Maria Kvandal
Das Training in Predazzo hat gezeigt, dass Philipp Raimund auch auf der Großschanze zu den absoluten Topfavoriten zählt. Nach seinem Olympiasieg von der Normalschanze demonstrierte der 25-Jährige mit konstant starken Leistungen, dass er bereit ist, auch auf der größeren Schanze um Medaillen zu kämpfen. Während die deutschen Frauen noch nach der richtigen Form suchen, konnten bei den Männern neben Raimund auch andere deutsche Springer teilweise überzeugen.



