Katharina Schmid als DSV-Trainerin? Hüttel sieht Potenzial, aber zunächst Klub-Engagement
Schmid als DSV-Trainerin? Zunächst Engagement beim Klub

Katharina Schmids Trainer-Zukunft: Erst Klub, dann vielleicht DSV

Der Abschied von der olympischen Bühne verlief für Katharina Schmid alles andere als triumphal. Mit Platz 42 von der Großschanze in Predazzo beendete die Skisprung-Rekordweltmeisterin ihre olympische Karriere auf triste Weise. Doch während die Sportwelt noch über diese enttäuschende Leistung spricht, zeichnen sich bereits die Konturen von Schmids Zukunft nach dem aktiven Sport ab.

Zunächst Engagement beim Heimatklub

DSV-Sportdirektor Horst Hüttel machte am Sonntagabend in Predazzo deutlich, dass Schmid nicht sofort in den Deutschen Skiverband zurückkehren wird. „Es gibt Gespräche zwischen ihr und dem Skiclub in Oberstdorf“, erklärte Hüttel. Die 29-jährige Olympia-Fahnenträgerin wolle zunächst nicht wieder durch die Welt reisen, sondern lieber zu Hause beim Nachwuchs am Stützpunkt arbeiten.

Hüttel betonte, dass sogar über eine hauptamtliche Stelle beim Oberstdorfer Skiclub gesprochen werde. „Und ich hoffe sehr, dass dies zustande kommt“, sagte der Sportdirektor. Diese Entwicklung markiert einen klaren Schritt-für-Schritt-Ansatz in Schmids geplanter Trainer-Laufbahn.

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Hüttel sieht großes Potenzial für DSV-Zukunft

Gleichzeitig ließ Hüttel keinen Zweifel daran, dass er sich Schmid langfristig beim Deutschen Skiverband vorstellen kann. „Wenn sie dann ihre Lizenzen hat, in den nächsten Jahren, kann ich mir durchaus vorstellen, dass man sie mal wieder hier sieht“, sagte er. Der Sportdirektor, der Schmid über viele Jahre durch ihre Karriere begleitet hat, zeigte sich überzeugt von ihren persönlichen Qualitäten.

„Das wird die Zeit zeigen, ob sie das selber will. Aber ich glaube, sie würde als Typ, als Mensch, als Persönlichkeit sehr viel mitbringen, um auch wirklich eine tolle Trainerin zu werden“, so Hüttels Einschätzung. Diese Worte unterstreichen das Vertrauen, das der Verband in die ehemalige Spitzenathletin setzt.

Bitterer Abschied von Olympia

Hüttel zeigte sich mitfühlend angesichts von Schmids enttäuschendem letzten olympischen Auftritt. „Das ist schon bitter für sie“, räumte er ein. Doch er verwies auch auf ihre beeindruckende Bilanz: „Aber mein Gott, sie hat zwei silberne Olympia-Medaillen im Einzel zu Hause, hat eine tolle olympische Karriere hinter sich und sie wird das auch überstehen.“

Für Schmid ist die Saison allerdings noch nicht beendet. Im Weltcup warten noch neun Wettkämpfe auf die Athletin, darunter die prestigeträchtigen Skiflug-Veranstaltungen in Vikersund und Planica. Diese letzten Wettbewerbe bieten ihr die Gelegenheit, ihre aktive Karriere doch noch mit stärkeren Leistungen abzuschließen.

Strukturierter Übergang in neue Rolle

Der geplante Weg Schmids zeigt einen durchdachten Übergang vom aktiven Sport in die Trainer-Laufbahn:

  • Zunächst lokales Engagement beim Oberstdorfer Skiclub
  • Arbeit mit dem Nachwuchs am Heimat-Stützpunkt
  • Erwerb notwendiger Trainer-Lizenzen
  • Mögliche spätere Tätigkeit beim Deutschen Skiverband

Dieser strukturierte Ansatz ermöglicht es Schmid, Erfahrungen in einer vertrauten Umgebung zu sammeln, bevor sie möglicherweise in die anspruchsvolle Rolle einer DSV-Trainerin wechselt. Die Entwicklung wird von Sportdirektor Hüttel mit Interesse und Sympathie verfolgt, der Schmid trotz des enttäuschenden olympischen Abschieds eine erfolgreiche Zukunft im Skisport wünscht.

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