Nur 0,3 Punkte! Schneechaos kostet Deutschland Skisprung-Bronze bei Olympia
Schneechaos kostet Deutschland Skisprung-Bronze bei Olympia

Nur 0,3 Punkte! Schneechaos kostet Deutschland Skisprung-Bronze bei Olympia

Predazzo, 16. Februar 2026 - Ein bitteres Ende für die deutschen Skisprung-Hoffnungen: Im neuen Olympia-Wettbewerb Super Team verpassten Philipp Raimund (25) und Andreas Wellinger (30) die Bronzemedaille nur um hauchdünne 0,3 Punkte - das entspricht etwa 16 Zentimetern. Noch dramatischer: Der Wettkampf musste wegen extremen Schneefalls abgebrochen werden, was die Medaillenentscheidung maßgeblich beeinflusste.

Chaos im Schneetreiben

Der Wettbewerb entwickelte sich zu einem wahren Drama. Jeder Springer sollte eigentlich dreimal von der Schanze fliegen, doch kurz vor den letzten sechs Springern setzte plötzlich starker Schneefall ein. Die Bedingungen wurden so widrig, dass selbst erfahrene Athleten Probleme bekamen. Polens Top-Flieger Kacper Tomasiak (19) stürzte bei 124,5 Metern schwer, was schließlich zum Abbruch des Wettbewerbs führte.

Skisprung-Legende Sven Hannawald (51) kommentierte im ARD-Livestream sichtlich betroffen: „Das ist tragisch für Deutschland, aber so willst du keine Medaille gewinnen.“ Seine Worte trafen den Nerv des Moments, als die Entscheidung zum Abbruch bekannt gegeben wurde.

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Deutschlands Auf und Ab

Bis zum chaotischen Finale hatte das deutsche Duo stark gekämpft. Während Österreich mit Jan Hörl (27) und Stephan Embacher (20) von Beginn an in einer eigenen Liga flog, entwickelte sich der Kampf um Silber und Bronze zu einem packenden Dreikampf zwischen Polen, Norwegen und Deutschland.

Philipp Raimund zeigte dabei herausragende Leistungen. Nachdem Andreas Wellinger mit seinen ersten beiden Sprüngen (127,5 Meter und 123,5 Meter) etwas kürzer landete, glich Raimund dies mit starken 137 und 137,5 Metern aus. Vor dem letzten Durchgang lagen die DSV-Adler als Vierte nur 0,3 Punkte hinter Norwegen auf dem Bronzerang.

Doch dann kam der entscheidende Moment: Wellingers letzter Sprung über 130 Meter reichte nicht aus, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Deutschland fiel auf Platz fünf zurück - ganze 11,5 Punkte hinter Norwegen.

Medaillenverteilung und Nachwirkungen

Am Ende des abgebrochenen Wettbewerbs stand folgende Medaillenverteilung fest:

  • Gold: Österreich
  • Silber: Polen
  • Bronze: Norwegen

Besonders bitter für das deutsche Team: Der extreme Schneefall, der zum Abbruch führte, hatte Raimund zuvor noch zu einem starken 136-Meter-Flug verholfen. Die Aufwinde unter den schwierigen Bedingungen erwiesen sich als zweischneidiges Schwert - sie ermöglichten einerseits weite Sprünge, machten die Bedingungen andererseits aber unberechenbar und gefährlich.

Die Diskussionen nach dem Wettkampf drehten sich fast ausschließlich um die extremen Wetterbedingungen. Viele Experten und Fans fragten sich, ob der Wettbewerb nicht früher hätte abgebrochen werden müssen oder ob alternative Lösungen möglich gewesen wären.

Für Philipp Raimund und Andreas Wellinger bleibt die Erkenntnis, dass sie nur 0,3 Punkte von einer olympischen Medaille entfernt waren - eine minimale Differenz, die unter normalen Bedingungen vielleicht anders ausgefallen wäre. Doch im Sport, besonders im Wintersport, gehören widrige Wetterbedingungen zum Spiel dazu, auch wenn sie manchmal über Sieg und Niederlage entscheiden.

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