Mikaela Shiffrin denkt über Karriereende nach: Gedanken nach drittem Olympia-Gold
Shiffrin: Gedanken über Rücktritt nach Olympia-Gold

Mikaela Shiffrin reflektiert über Karriereausklang nach drittem Olympia-Gold

Die dominierende Skirennläuferin der Gegenwart, Mikaela Shiffrin, hat nach ihrem dritten Olympiasieg erstmals öffentlich über ein mögliches Karriereende nachgedacht. Die 30-jährige US-Amerikanerin gewann in Cortina d'Ampezzo Gold im Spezialslalom und äußerte im Anschluss gegenüber Sport1 Überlegungen zu ihrem sportlichen Abschied.

„Ich weiß nicht, wie das für mich wäre“

„Ich denke darüber nach, wie ich meine Karriere beenden soll“, gestand Shiffrin in einem offenen Moment. Die Athletin beobachtet bei Teamkollegen und anderen Sportlern, wie diese den Schritt des Rücktritts verkünden, und fragt sich, wie diese Situation für sie selbst aussehen würde. „Ich weiß nicht, wie das für mich wäre“, wiederholte sie nachdenklich.

Bisher hat Shiffrin weder einen Rücktritt erklärt noch angedeutet, doch das Thema beschäftigt sie offenbar bereits intensiv. Mit nun drei Olympia-Goldmedaillen – nach Erfolgen im Slalom 2014 und Riesenslalom 2018 – erreicht die Ausnahmesportlerin einen Karrierehöhepunkt, der zum Nachdenken anregt.

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Druck der Olympischen Spiele und Lehren aus Peking

Als Top-Favoritin in Cortina d'Ampezzo spürte Shiffrin erneut den immensen Erwartungsdruck, den sie als „die dunkle Seite der Olympischen Spiele“ bezeichnete. „Es gibt immer starke Reaktionen – egal, was passiert“, erklärte sie. Ein Scheitern bei Olympia werde oft überzogen als „das Ende der Welt“ dargestellt.

Diese Erfahrung hatte sie bei den Spielen in Peking gemacht, wo sie in sechs Wettbewerben ohne Medaille blieb. In Cortina verpatzte sie zunächst den Slalom in der Team-Kombi, doch solche Rückschläge hatte sie nach eigenen Angaben durch Fokussierung auf Training und Team verarbeitet. „Ich habe mich auf das Training, auf mich selbst und mein Team fokussiert“, betonte sie.

Teamerfolg als Schlüssel zum Sieg

Ihren Sieg im Spezialslalom mit 1,50 Sekunden Vorsicht feierte Shiffrin als Symbol für kollektiven Erfolg. „Kein einziger Athlet kommt in die Situation, eine Medaille bei den Olympischen Spielen zu gewinnen ohne das unterstützende Team hinter sich“, unterstrich sie. Sie dankte ausdrücklich Familie, Freunden und Partnern, die sie von zu Hause aus unterstützten.

Die Überlegungen zum Karriereende zeigen, dass selbst eine so erfolgreiche Sportlerin wie Shiffrin menschliche Zweifel und Reflexionen durchlebt. Ihr drittes Olympia-Gold markiert nicht nur einen sportlichen Triumph, sondern auch einen Moment der persönlichen Bilanz.

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