Saisonende in Bayern: Skigebiete ziehen positive Bilanz, Spitzingsee verlängert
Skigebiete in Bayern: Positive Bilanz, Spitzingsee verlängert (29.03.2026)

Saisonende auf den bayerischen Bergen: Positive Bilanz und Verlängerung am Spitzingsee

Die Skisaison in Bayern geht allmählich zu Ende, doch die Betreiber der Skigebiete zeigen sich zufrieden mit den Ergebnissen. Während viele Pisten in den kommenden Tagen schließen, wird am Spitzingsee die Saison sogar noch verlängert. In höheren Lagen herrscht jedoch aufgrund von Neuschnee erhöhte Lawinengefahr, was die Sicherheit beeinträchtigt.

Früher Schneefall und milde Weihnachten begünstigen die Saison

In den Skigebieten Spitzingsee und Brauneck in den bayerischen Voralpen fällt die Bilanz durchweg positiv aus. Julia Keck, Sprecherin des Bahnbetreibers, erklärt: "Insgesamt liegen wir über die gesamte Saison hinweg in etwa auf dem sehr guten Vorjahresniveau." Dies sei auf frühen Schneefall und kalte Temperaturen Ende November zurückzuführen. Das milde Wetter um Weihnachten habe den Pisten gut getan, und im Januar und Februar herrschten ideale Bedingungen fürs Skifahren.

Die frühen Faschingsferien trugen ebenfalls zum Erfolg bei. Da auch im Tal winterliche Verhältnisse herrschten, stieg die Lust aufs Skifahren. Antonia Asenstorfer, Geschäftsführerin der Alpenbahnen Spitzingsee, kündigt an: "Die stabile Schneelage in Verbindung mit den jüngsten Schneefällen hat uns dazu bewogen, unsere Saison bis zum Karfreitag zu verlängern." Damit kommt das Skigebiet auf 118 Betriebstage, während das Brauneck mit 112 Tagen abschließt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Sudelfeld verzeichnet Besucherplus trotz Schneeproblemen

Im Skigebiet Sudelfeld bei Bayrischzell ist die Saison bereits beendet. Egid Stadler, Geschäftsführer der Bergbahnen Sudelfeld, zieht eine positive Bilanz: "Grundsätzlich war es definitiv besser als die vergangenen zwei Saisons." In 107 Betriebstagen nutzten knapp 170.000 Besucher die Pisten, was einem Plus von etwa fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Allerdings betont Stadler, dass ohne Beschneiungsanlagen ein Skibetrieb heute nicht mehr möglich wäre, da Naturschnee fehlt.

Lawinengefahr in höheren Lagen und Ausblick auf andere Gebiete

In den südlicheren Regionen Bayerns sind in den letzten Tagen bis zu 70 Zentimeter Neuschnee gefallen, was die Lawinengefahr stark erhöht hat. Die Lawinenwarnzentrale des Bayerischen Landesamts für Umwelt meldet Gefahrenstufe vier in den Werdenfelser und Allgäuer Alpen ab 1800 Metern Höhe. Auch darunter bleibt die Gefahr auf Stufe drei erheblich.

Auf der Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg, ist Skifahren theoretisch bis Anfang Mai möglich. Allerdings waren am Freitag aufgrund von starkem Schneefall und schlechter Sicht keine Pisten geöffnet. Im Skigebiet Garmisch-Classic endet die Saison dieses Wochenende. Der Betreiber, die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG, berichtet von "gut gefüllten Skipisten und bester Stimmung" trotz wechselhaften Wetters. Allein am Faschingsdienstag waren rund 10.000 Besucher vor Ort.

Am Großen Arber im Bayerischen Wald läuft der Skibetrieb noch bis zum 6. April. Andreas Stadler von der Arber-Bergbahn erklärt: "Weil wir bereits im November starten konnten, kommen wir auf insgesamt 130 Betriebstage." Bisher haben etwa 250.000 Gäste den 1456 Meter hohen Berg besucht. Auch hier ist Kunstschnee unverzichtbar geworden, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration