Skispringen: Deutsche Springerinnen erleben historische Medaillenpleite bei Olympia
Skispringen: Historische Medaillenpleite für Deutschland bei Olympia

Historische Enttäuschung für deutsche Skispringerinnen bei Olympia

Die deutschen Skispringerinnen haben bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Predazzo eine bittere historische Zäsur erlebt. Erstmals seit ihrer olympischen Premiere kehren die Athletinnen des Deutschen Skiverbands (DSV) ohne eine einzige Medaille von Winterspielen zurück. Dieser Rückschlag markiert das Ende einer bislang erfolgreichen Ära im deutschen Frauenskispringen.

Enttäuschende Platzierungen bei windanfälligem Wettbewerb

Im stark vom Rückenwind beeinflussten Wettkampf von der Großschanze konnte sich Agnes Reisch als beste deutsche Starterin lediglich auf dem zehnten Rang platzieren. Die Norwegerin Anna Odine Ström sicherte sich mit Sprüngen auf 130,5 und 132,0 Metern (284,8 Punkte) ihren zweiten Olympiasieg nach ihrem Triumph von der Normalschanze. Ihre Landsfrau Maria Eirin Kvandal, die nach dem ersten Durchgang noch führte, musste sich mit Silber (282,7 Punkte) begnügen.

Die deutsche Vizeweltmeisterin Selina Freitag fiel bereits im ersten Durchgang chancenlos zurück und landete nach einem soliden zweiten Sprung schließlich auf dem enttäuschenden 17. Platz. "Ich muss irgendwie versuchen, das hinzunehmen", kommentierte Freitag die Situation. "Es ist wirklich hart, nach solchen Vorleistungen ohne Medaille nach Hause zu fahren."

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Dramatischer Absturz für erfahrene Athletinnen

Besonders dramatisch verlief der Wettkampf für die erfahrenen deutschen Springerinnen:

  • Juliane Seyfarth, die nach dem ersten Durchgang noch als aussichtsreichste Deutsche auf Rang neun lag, wurde nach dem zweiten Sprung auf den enttäuschenden 23. Platz durchgereicht.
  • Katharina Schmid, zweifache Olympiazweite und Rekord-Weltmeisterin, schied in ihrem letzten Springen bei einer großen internationalen Meisterschaft bereits als 42. des ersten Durchgangs aus. "Das tut sehr, sehr", sagte die emotional mitgenommene Athletin.

Ende einer erfolgreichen Medaillenserie

Diese olympische Medaillenpleite beendet eine bemerkenswerte Erfolgsserie der deutschen Skispringerinnen:

  1. Bei der olympischen Premiere 2014 in Sotschi hatte Carina Vogt überraschend die Goldmedaille gewonnen.
  2. 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking sicherte sich Katharina Schmid jeweils die Silbermedaille.
  3. Zuvor war nur bei einer einzigen Großveranstaltung - der Weltmeisterschaft 2011 - keine deutsche Springerin auf dem Podest gestanden.

Im aktuellen Wettbewerb verpasste auch die slowenische Topfavoritin Nika Prevc, deren Bruder Domen am Vortag triumphiert hatte, den erhofften Einzelsieg und musste sich mit Bronze (271,5 Punkte) zufriedengeben.

Diese historische Medaillenpleite wirft zahlreiche Fragen zur Zukunft des deutschen Frauenskispringens auf und markiert einen tiefen Einschnitt in der bisherigen Erfolgsgeschichte dieser Sportart im deutschen Wintersport.

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