Skispringen: Fis plant neue Messmethoden nach Penis-Trick-Debatte
Skispringen: Neue Messmethoden nach Penis-Trick-Debatte

Skispringen: Fis plant neue Messmethoden nach Penis-Trick-Debatte

Nach Berichten über mögliche Penis-Tricksereien im Skispringen und der Forderung nach veränderten Messmethoden hat der Weltverband Fis nun konkrete Neuerungen in Aussicht gestellt. Chefkontrolleur Mathias Hafele bestätigte, dass bereits an verbesserten Verfahren gearbeitet wird, um das heikle Thema zu lösen.

Handlungsbedarf bei der Vermessung

Für die Bestimmung der Größe der Sprunganzüge werden die Springer vom Weltverband Fis vermessen. Mehr Stoff an der richtigen Stelle sorgt vereinfacht gesagt für mehr Auftrieb. Rund um den Jahreswechsel hatte es Berichte gegeben, dass einige Sportler zu Hyaluronsäure gegriffen haben sollen, um vor der Messung ihren Penis aufzuspritzen und so mehr Stoff zu erhalten.

Sportdirektor Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband erklärte dazu: „Das Problem an der ganzen Sache ist: Die derzeitige Vermessung wird von einem 3D-Scanner gemacht. Der Punkt, wo das Schrittmaß genommen wird, wird aber händisch festgelegt.“ Hüttel betonte, dass er keine konkreten Hinweise auf Betrug habe, aber dennoch Handlungsbedarf sehe, um das Thema aus der Welt zu schaffen.

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Neue Messmethoden in Planung

Chefkontrolleur Mathias Hafele gab nun Einblicke in die geplanten Änderungen: „Wir favorisieren eine Knochenmessung, auch eine manuelle. Sprich, dass man ganz wie in alten Zeiten markante Körperpunkte festlegt, wie zum Beispiel der Hüftknochen, und dann mit einem Maßband arbeitet.“ Auch eine Messung an der Außenseite sei möglich, wobei der Schritt dann prozentual dazugerechnet werde.

Hafele erklärte weiter, dass bereits zur neuen Saison anders als bisher gemessen werden soll. „Wir, die Fis, arbeiten eng mit den Nationen zusammen. Wir stimmen uns auch mit dem medizinischen Komitee ab.“ Derzeit würden sämtliche Möglichkeiten analysiert, die auf dem Markt verfügbar sind.

Zeitplan und weitere Optionen

Der erste wichtige Termin für die kommende Saison wird im März beim Weltcup-Abschluss stattfinden. In der Fis-Vollversammlung im Sommer soll dann über die neuen Methoden abgestimmt werden. Neben der manuellen Knochenmessung wird auch über eine Röntgenmethode nachgedacht, um Manipulationen künftig auszuschließen.

Hüttel ergänzte in Italien: „Zumindest theoretisch gibt es die Möglichkeit zur Manipulation.“ Daher sei es umso wichtiger, dass der Weltverband nun aktiv wird und transparente, faire Messverfahren einführt, die allen Athleten gleiche Bedingungen garantieren.

Die Diskussionen um die Anzuggröße im Skispringen sind nicht neu, doch die jüngsten Berichte haben die Debatte neu entfacht. Mit den geplanten Änderungen will die Fis nun für Klarheit und Gerechtigkeit im Sport sorgen.

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