Deutsche Skispringerinnen verpassen bei Olympia erneut das Podest
Die deutschen Skispringerinnen haben bei den Olympischen Winterspielen in Predazzo eine herbe Enttäuschung erlebt. In allen drei Wettbewerben – Normalschanze, Mixed und Großschanze – blieben sie ohne Medaille und verfehlten damit deutlich die gesetzten Erwartungen.
Großschanze als letzte Chance ohne Happy End
Auch im abschließenden Wettkampf auf der Großschanze konnten die deutschen Athletinnen nicht überzeugen. Agnes Reisch erreichte als beste Deutsche unter schwierigen Bedingungen lediglich Rang zehn. Für Fahnenträgerin Katharina Schmid endeten ihre letzten Olympischen Spiele besonders bitter: Als 42. verpasste sie sogar den Finaldurchgang.
Die 29-jährige Schmid, die bei der Eröffnungsfeier noch die deutsche Fahne trug, zeigte sich nach dem Wettkampf emotional aufgewühlt. „Dass es jetzt so endet, ist natürlich hart. Es tut sehr, sehr weh“, sagte die Oberstdorferin mit zittriger Stimme. Nach der Saison wird sie ihre aktive Karriere beenden.
Vergangenheit und Gegenwart im Kontrast
Während Schmid 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking noch Olympia-Silber gewann, konnte sie in Predazzo nicht an frühere Erfolge anknüpfen. „Ich bin hier von Anfang an mit der Schanze nicht klargekommen“, begründete sie ihre schwachen Leistungen.
Auch für Anna Freitag, die vor den Spielen als Medaillenanwärterin galt, endete das olympische Abenteuer enttäuschend. Nach einem mäßigen ersten Sprung auf Platz 28 steigerte sie sich zwar noch auf Rang 17, doch eine Podestplatzierung blieb in weiter Ferne. „Ohne Medaille nach Hause zu fahren, ist sehr schade“, resümierte Freitag.
Internationale Konkurrenz dominiert
Die Podestplätze auf der Großschanze gingen an die norwegische Olympiasiegerin Anna Odine Stroem, die nach Gold auf der Normalschanze erneut triumphierte, ihre Landsfrau Eirin Maria Kvandal mit Silber und die slowenische Mitfavoritin Nika Prevc mit Bronze.
Juliane Seyfarth komplettierte das deutsche Team und rutschte nach einem ordentlichen ersten Sprung noch auf Platz 23 zurück. Das deutsche Frauen-Team bleibt damit bei diesen Winterspielen deutlich hinter den Erwartungen zurück und muss die Medaillenlosigkeit als kollektive Enttäuschung verbuchen.



