Linus Straßer rechnet mit Olympia ab: „Absolut steril“ und „keine Interaktion“
Straßer rechnet mit Olympia ab: „Absolut steril“

Heftige Olympia-Kritik von Linus Straßer: „Bin froh, dass das mein letztes Mal war“

Nach einem enttäuschenden neunten Platz im olympischen Slalom hat Deutschlands Ski-Ass Linus Straßer (33) in einem emotionalen ZDF-Interview mit den Olympischen Winterspielen abgerechnet. Der Athlet kritisierte dabei vor allem die fehlende Interaktion mit dem Publikum und bezeichnete die Atmosphäre als „absolut steril“.

„Du hast überhaupt keine Interaktion“: Straßers Frust über Olympia-Atmosphäre

Im Gespräch mit ZDF-Reporterin Amelie Stiefvatter (35) wurde Straßer direkt nach seiner Unzufriedenheit mit den Spielen gefragt. Der Skifahrer antwortete deutlich: „Schau mal hinter dich, die Tribüne. Die Leute hocken da in fünf Meter Höhe. Du hast überhaupt keine Interaktion, nichts mit irgendwelchen Zuschauern.“

Straßer weiter: „Wenn das der Genuss von Leistungssport sein soll, dann bin ich froh, dass das mein letztes Mal war.“ Der Deutsche betonte, dass selbst seine anwesende Familie und Freunde kaum Kontakt zu ihm haben konnten.

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Teure Tickets und fehlende Fanklubs: Marco Büchel unterstützt Kritik

ZDF-Experte Marco Büchel (54) stimmte Straßers Einschätzung voll zu. Der ehemalige Skirennläufer erklärte: „In Adelboden, Wengen, Kitzbühel ist die Interaktion für die Fahrer mit dem Publikum da. Hier sehe ich nicht einen Fanklub.“

Büchel kritisierte insbesondere die Ticketpreise: „Die Tribünentickets da oben kosten 200, 300 Euro. Unter 300 Euro bekommst du gar nichts. Das kann sich kein Fanklub leisten, die ihre Athleten feiern wollen.“ Der Experte sprach von einem „Eventpublikum“ statt echter Fans.

Strenges Regelwerk und fehlende Emotionen

Straßer kritisierte auch das strenge Regelwerk der Olympischen Spiele. Auf die Frage, warum er dem Griechen AJ Ginnis nicht zum Karriereende gratulieren durfte, antwortete er süffisant: „Ja, streng verboten. Man muss natürlich den strikten Regeln folgen.“

Der Skifahrer betonte: „Jeder will Olympiasieger werden, ich auch. Ich will auch eine Medaille gewinnen. Es geht aber um das Event an sich. Und wenn ich das einfach für mich persönlich bewerte, mit dem, was ich normal vorfinde, dann sind hier einfach wenig Emotionen.“

Olympia-Ergebnisse im Slalom

Während Straßer auf Rang 9 landete, sicherte sich der Schweizer Loïc Meillard (29) den Olympiasieg im Slalom. Silber ging an Fabio Gstrein (28) aus Österreich, Bronze holte der Norweger Henrik Kristoffersen (31). Der nach dem ersten Durchgang führende Atle Lie McGrath (25) schied nach einem Fehler aus.

Straßers deutliche Worte werfen Fragen zur Zukunft olympischer Winterspiele auf – insbesondere zur Interaktion zwischen Athleten und Fans sowie zur Erschwinglichkeit von Tickets für echte Unterstützer.

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