Sturzdrama bei Olympia: Rydzek und Geiger verpassen Medaille erneut
Sturzdrama: Rydzek und Geiger gehen erneut leer aus

Sturzdrama bei Olympia: Rydzek und Geiger gehen erneut leer aus

Erstmals seit dem Jahr 1998 bleiben die einstigen "Dominierer" der Nordischen Kombination bei Olympischen Winterspielen ohne Medaille. Die deutschen Kombinierer Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger haben nach einem dramatischen Sturzdrama auch im letzten Wettkampf der Winterspiele eine Podestplatzierung verpasst. Das DSV-Duo kam bei der Olympia-Premiere des Teamsprints im dichten Schneetreiben lediglich auf Rang fünf, nachdem die Oberstdorfer nach dem Springen noch in Führung gelegen hatten.

Zwei Stürze zerstören alle Hoffnungen

Zwei Stürze von Peking-Olympiasieger Vinzenz Geiger auf seiner vorletzten Runde zerstörten alle deutschen Medaillenhoffnungen endgültig. Der 25-jährige Geiger verlor dadurch den entscheidenden Anschluss an die Spitzengruppe. Insgesamt standen die fünf Topnationen in der Loipe schnell zusammen, doch die deutschen Athleten konnten nach den Stürzen nicht mehr an die vorderen Plätze herankommen.

Das DSV-Duo hatte am Morgen auf der Schanze in Predazzo noch überzeugt abgeliefert. Sowohl Geiger mit 122,5 Metern als auch Rydzek mit 123,0 Metern zeigten starke Leistungen, die mit der knappen Führung vor Norwegen belohnt wurden. Doch die guten Voraussetzungen konnten in der Loipe nicht in eine Medaille umgemünzt werden.

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Norwegischer Triumph und historischer Rekord

Die Goldmedaille ging an Norwegen mit Dreifach-Olympiasieger Jens Luraas Oftebro und Andreas Skoglund. Silber sicherte sich Finnland, Bronze ging an Österreich. Oftebro schrieb mit diesem Sieg ein Stück Olympia-Geschichte: Dreimal Gold in einem Jahr hatte zuvor nur der Finne Samppa Lajunen im Jahr 2002 geschafft.

Insgesamt steht der 25-jährige Oftebro jetzt bei vier Goldmedaillen und stellt damit den Rekord seines Landsmanns Jörgen Graabak ein, der zwischen 2014 und 2022 ebenfalls vier Goldmedaillen gewonnen hatte. Der norwegische Athlet festigte mit diesem Erfolg seine Position als einer der erfolgreichsten Kombinierer der Olympia-Geschichte.

Sorgen um die Zukunft der Sportart

Geiger und seine Teamkollegen blicken nun voller Sorge in die Zukunft der Nordischen Kombination. Denn die Premiere des Teamsprints, der die klassische Staffel mit vier Startern pro Nation ersetzte, könnte der letzte Wettkampf in der langen Olympia-Geschichte dieser traditionsreichen Sportart gewesen sein.

Ob die Nordische Kombination auch bei den Olympischen Spielen 2030 zum Programm gehören wird, entscheidet sich erst im Mai dieses Jahres. Diese Unsicherheit belastet die Athleten zusätzlich zu ihrer Enttäuschung über die verpasste Medaille. Die deutschen Kombinierer müssen nun eine schwierige Phase verarbeiten und planen gleichzeitig für eine ungewisse Zukunft ihrer Sportart.

Die Enttäuschung im deutschen Lager ist groß, nachdem die Nordische Kombination über Jahrzehnte hinweg eine der erfolgreichsten deutschen Wintersport-Disziplinen war. Die Athleten und das gesamte Team müssen nun analysieren, was in dieser Saison schiefgelaufen ist und wie sie für kommende Wettkämpfe wieder an frühere Erfolge anknüpfen können.

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