Super-G-Rennen in Courchevel komplett abgesagt – Odermatt erhält dritte Kristallkugel
Der Schweizer Skistar Marco Odermatt hat seine dritte Weltcup-Kristallkugel in dieser Saison sicher – und das, ohne dafür einen einzigen Lauf absolvieren zu müssen. Nachdem bereits der erste Super-G am Samstag im französischen Courchevel aufgrund heftiger Schneefälle abgesagt werden musste, strich der Weltverband FIS aus Sicherheitsgründen auch das für Sonntag geplante zweite Rennen endgültig vom Programm. Offizielle Begründung: Die Piste könne nach den massiven Niederschlägen nicht mehr in einen rennfertigen Zustand gebracht werden.
Odermatt dominiert Super-G-Wertung zum vierten Mal in Folge
Für den 28-jährigen Marco Odermatt bedeutet diese Entscheidung den vorzeitigen Gewinn der kleinen Kristallkugel in der Disziplin Super-G. Damit hat der Ausnahmesportler nach dem Gesamtweltcup und dem Abfahrtsweltcup bereits seine dritte Trophäe in diesem Winter eingefahren. Mit einem beeindruckenden Vorsprung von 158 Punkten auf den Österreicher Vincent Kriechmayr geht Odermatt in das letzte Saisonrennen beim Finale im norwegischen Kvitfjell und ist in der Wertung nicht mehr einzuholen. Bemerkenswert: Es handelt sich bereits um den vierten Super-G-Gesamtweltcup in Serie für den Schweizer Dominator.
Simon Jocher sichert sich Startplatz für das Weltcup-Finale
Von den Absagen in Courchevel profitiert neben Odermatt auch der deutsche Skirennläufer Simon Jocher aus Garmisch-Partenkirchen. Durch den Ausfall der Rennen behält Jocher seinen 22. Platz in der Super-G-Weltcupwertung und sichert sich damit die Startberechtigung für das prestigeträchtige Weltcup-Finale. Bei diesem Saisonhöhepunkt sind nur noch die besten 25 Athleten jeder Disziplin startberechtigt – eine Qualifikation, die Jocher nun kampflos erreicht hat.
Odermatt jagt weitere Rekorde beim Saisonfinale
Beim anstehenden Weltcup-Finale ab dem 21. März in Kvitfjell kann Marco Odermatt noch einen weiteren Rekord aufstellen: Sollte er die Gesamtwertung im Riesenslalom für sich entscheiden, würde dies seinen fünften Triumph in Folge in dieser Disziplin bedeuten. Die Absagen in Courchevel haben somit nicht nur die aktuelle Super-G-Wertung entschieden, sondern auch die Kräfteverhältnisse für das Saisonfinale neu justiert.



