Skisprung-Legende Weißflog wütet nach Olympia-Aus deutscher Frauen: Jury-Entscheidung sorgt für Empörung
Weißflog wütet nach Olympia-Aus deutscher Skispringerinnen

Skisprung-Legende Jens Weißflog kritisiert Olympia-Jury scharf

Beim Skisprungwettbewerb der Frauen bei den Olympischen Spielen haben die deutschen Athletinnen keine Medaille gewonnen – ein historisches Aus seit der Einführung der Disziplin im Jahr 2014. Besonders bitter: Die deutschen Springerinnen mussten bei den schlechtesten Windbedingungen vom Balken gehen, während sich die Bedingungen für spätere Starter deutlich verbesserten.

Weißflogs Wut über unfaire Wettkampfbedingungen

Skisprung-Legende Jens Weißflog (61), dreifacher Olympiasieger, ließ seiner Empörung auf Facebook freien Lauf. „Bei solchen Bedingungen die Ampel grün zu geben – hier geht es um Olympia und nicht um einen popeligen Wettkampf“, schimpfte der Experte, der in Pradazzo vor Ort war. Weißflog beobachtete, wie sich der Wind genau dann änderte, als die deutschen Athletinnen an der Reihe waren.

Besonders betroffen war Fahnenträgerin Katharina Schmid (29), die bei Rückenwind von bis zu 3,5 Metern nur 96,5 Meter sprang und damit bereits im ersten Durchgang ausschied. „Vier Jahre hinarbeiten und dann ausscheiden, wie Katharina Schmid im ersten Durchgang, zeugt von wenig Feeling und Verständnis im Umgang mit Sportlerinnen in einem so bedeutsamen Moment“, kritisierte Weißflog.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Jury-Entscheidung fiel knapp aus

Nach Informationen diskutierte das Wettkampfmanagement rund um Jelko Gros, Roberto Dellasega und Miran Tepes intensiv über einen möglichen Stopp des Wettkampfs. Der Vorschlag, den Wettbewerb bei den letzten zehn Startern kurz zu unterbrechen, wurde jedoch mit 2:1 Stimmen abgelehnt. Einzig Selina Freitag konnte sich unter den schwierigen Bedingungen noch für das Finale qualifizieren.

Weißflog stellt grundsätzliche Fragen zur Fairness: „Fernsehzeiten hin oder her. Fragt man das Fernsehen, sagt das Fernsehen: Na, wegen uns könnte man schon mal warten. Ist es so? Und was denkt die Jury beim Springen darüber?“ Der Experte betont, dass trotz des engen Zeitplans zwischen vielen parallel stattfindenden Sportarten die sportliche Fairness im Vordergrund stehen müsse.

Historisches Aus für deutsche Skispringerinnen

Am Ende des Wettkampfs jubelte die Norwegerin Anna Odine Stroem (27) über Gold, ihre Landsfrau Eirin Maria Kvandal (24) holte Silber und Nika Prevc aus Slowenien sicherte sich Bronze. Beste Deutsche wurde Agnes Reisch auf Platz 10.

Für die deutschen Skispringerinnen ist Olympia damit vorzeitig beendet – sie haben bereits die Heimreise angetreten, ohne eine Medaille im Gepäck. Ein Novum seit der Einführung des Frauen-Skispringens bei Olympischen Spielen im Jahr 2014. Die Diskussion über faire Wettkampfbedingungen und Jury-Entscheidungen wird jedoch weitergehen, nicht zuletzt dank der deutlichen Kritik von Skisprung-Legende Jens Weißflog.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration