Meta stoppt KI-Programm nach Datenleck mit sensiblen Mitarbeiterdaten
Meta stoppt KI-Programm nach Datenleck

Meta hat ein internes KI-Trainingsprogramm ausgesetzt, nachdem sensible Mitarbeiterdaten durch eine Sicherheitslücke unternehmensweit zugänglich waren. Der Vorfall wurde als „SEV 2“ auf einer Schweregradskala von 1 bis 5 eingestuft, wobei 1 den schwerwiegendsten Fall darstellt. Das geht aus einer Recherche der Business-Insider-Reporter Charles Rollet und Pranav Dixit hervor.

Private Unterhaltungen und Leistungsdaten offengelegt

Ein Screenshot, der dem Business Insider vorliegt, zeigt, dass durch die Sicherheitslücke private Unterhaltungen von Mitarbeitern, Leistungsdaten und Transkripte offengelegt wurden. Ein Sprecher von Meta bestätigte den Vorfall und teilte mit, dass das Unternehmen den Sachverhalt untersuche.

„Wir haben dieses Programm sorgfältig unter Berücksichtigung von Datenschutzvorkehrungen konzipiert. Auch wenn uns derzeit keine Hinweise darauf vorliegen, dass Mitarbeiter von Meta unbefugt auf Daten zugegriffen haben, setzen wir das Programm während der Untersuchung aus“, sagte der Sprecher.

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Das KI-Trainingsprogramm „Model Capability Initiative“

Im April hatte Meta das KI-Trainingsprogramm namens „Model Capability Initiative“ (MCI) angekündigt. Ziel war es, die KI-Modelle des Unternehmens zu verbessern, indem die Tastenanschläge und Mausbewegungen der Belegschaft als Trainingsdaten genutzt wurden. Das für die meisten Mitarbeiter verpflichtende Programm stieß auf Kritik in der Belegschaft, da sich viele unwohl dabei fühlten, dass ihre Daten aufgezeichnet wurden – worüber Business Insider bereits zuvor berichtet hatte.

Frustration bei Mitarbeitern

Laut Screenshots, die dem Business Insider vorliegen, sorgt der Vorfall bei Meta für Frustration. Mitarbeiter kritisieren, dass die Daten nicht von Anfang an entsprechend abgesichert waren. „Ich bin stinksauer“, schrieb ein Mitarbeiter am Montag in einer internen Gruppe über den Vorfall, wie aus einem Screenshot hervorgeht, der dem Business Insider vorliegt.

„Ich sehe zwar keine Anzeichen für einen böswilligen Zugriff, aber die Tatsache, dass diese Daten nicht wie ursprünglich versprochen abgesichert waren, ist extrem frustrierend“, fuhr der Mitarbeiter fort.

Weitere Sicherheitsprobleme bei Meta

Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie jüngster Sicherheitsprobleme bei Meta. Erst im vergangenen Monat ermöglichte eine Schwachstelle im KI-Chatbot des Unternehmens die Übernahme mehrerer Instagram-Konten. Zudem verursachte im März ein außer Kontrolle geratener KI-Agent einen schwerwiegenden Vorfall, wie „The Information“ berichtete.

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