Der fiese Meilen-Klau: Wie Hacker unsere Flüge für 100 Euro verhökern
Meilen-Klau: Hacker verhökern Flüge für 100 Euro

Der fiese Meilen-Klau: Wie Hacker unsere Flüge für 100 Euro verhökern

Für nur 100 Euro in den Urlaub und zurück? Was wie ein Traum klingt, ist in Wirklichkeit eine perfide Masche von Internet-Gangstern. Hacker stehlen Bonusmeilen und verramschen die Flüge zu Spottpreisen im Netz. Diese neue Form der Cyberkriminalität bedroht nicht nur den Urlaub unzähliger Reisender, sondern verursacht auch einen immensen wirtschaftlichen Schaden.

Die miese Masche der Reise-Hacker

Warum treten Hacker plötzlich als Reisebüro auf? Ganz einfach: Sie nutzen im Darknet gekaufte Zugangsdaten, um sich in fremde Bonusprogramme wie „Miles & More“ oder Air France einzuloggen. Oft verwenden Nutzer überall das gleiche Passwort – ein fataler Fehler, der den Kriminellen Tür und Tor öffnet. Die Gangster finden dort prall gefüllte Meilen-Konten vor, ändern die hinterlegten E-Mail-Adressen und sperren die echten Besitzer einfach aus. Viele Opfer merken monatelang nichts, weil sie ihren Meilenstand nur selten prüfen. Die gestohlene Beute landet dann in dubiosen Telegram-Kanälen zum Spottpreis, wie Bleeping Computer berichtet.

Für 100 Euro nach New York und zurück

Die Preise auf dem Schwarzmarkt sind kaum zu glauben: Hacker verlangen oft nur zwei Euro pro 1000 Meilen. Ein Flug von Europa in die USA, der normalerweise etwa 50.000 Meilen kostet, ist so für gerade mal 100 Euro zu haben! Der Clou dabei: Eigentlich fallen noch Hunderte Euro an Steuern und Gebühren an. Doch auch hier bedienen sich die Kriminellen aus ihrer Beute: Sie nutzen gestohlene Kreditkartendaten, um diese Gebühren zu bezahlen. Am Ende steht ein Ticket für 100 Euro, hinter dem eine ganze Kette von Straftaten steckt. Der weltweite Schaden durch diesen Prämien-Betrug wird auf bis zu drei Milliarden Euro jährlich geschätzt!

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Knast-Gefahr für Ticket-Käufer

Wer jetzt zuschlägt und bei den Hackern kauft, spielt mit dem Feuer. Es gibt keine Garantie, dass die Kriminellen nach der Zahlung überhaupt liefern. Und selbst wenn: Airlines nutzen scharfe Algorithmen zur Betrugserkennung. Fällt eine verdächtige Buchung auf, wird das Ticket oft erst wenige Stunden vor Abflug storniert. So lässt sich direkt am Schalter prüfen, ob der rechtmäßige Inhaber der Meilen das Ticket gebucht hat – oder die Polizei einschalten, falls das nicht der Fall ist. Wer bei den Hackern gekauft hat, steht dann ohne Flug da und im Visier der Ermittler. Der Handel mit gestohlenen Punkten ist kein Kavaliersdelikt, sondern Hehlerei. Käufern drohen bis zu fünf Jahre Haft!

So schützen Sie Ihr Meilen-Konto

Damit Ihr Urlaubsguthaben nicht in die Hände von Gangstern fällt, sollten Sie sofort handeln:

  • Das 20-Zeichen-Schloss: Nutzen Sie ein Passwort mit mindestens 20 Zeichen, das Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen kombiniert. Ein Passwort-Manager kann dabei helfen.
  • Der Doppel-Check: Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Dann brauchen Hacker zusätzlich zu Ihrem Passwort einen Code von Ihrem Handy.
  • Alarm-Funktion: Stellen Sie in Ihrem Meilen-Profil ein, dass Sie bei jeder Transaktion sofort eine E-Mail erhalten. So bemerken Sie einen Diebstahl sofort.
  • Wächter-Software: Nutzen Sie Programme, die das Darknet überwachen und Sie warnen, wenn Ihre Daten dort zum Verkauf stehen.

Finger weg von dubiosen Angeboten im Netz – der vermeintliche Schnäppchenflug könnte Sie teuer zu stehen kommen!

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