Familie Becker war ganz umweltfreundlich mit dem Rad zum Energietag auf dem Anklamer Marktplatz gekommen. Am Ende musste sie doch noch das Auto des Sohnes nachbestellen, denn sie hatten am Stand der TU Bergakademie Freiberg eine Tankfüllung gewonnen. Die Wissenschaftler aus Sachsen präsentierten dort ihr grünes, synthetisch hergestelltes Benzin auf Methanol-Basis.
Autohändler wie das Autoforum Ruhnke und die Anklamer Honda-Vertretung Lietze und Logall zeigten ihre neuesten Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge. Die Verbraucherzentrale bot Energieberatung an, Schornsteinfeger Paul Jacht informierte über energetisches Heizen, und die Edis klärte zum Thema Strom auf. Auch die Anklamer Cosun Beet Company war vertreten und informierte über die Bio-Ethanol- und Bio-Methan-Produktion der hiesigen Zuckerfabrik.
Der dritte Energietag war nicht nur Informationsveranstaltung, sondern auch ein Vergnügen für die ganze Familie. Groß und Klein probierten ihre Geschicklichkeit auf dem E-Segway aus. Schüler der evangelischen Schule Peeneburg traten mit ihren gebastelten Solarautos und -booten gegeneinander an. Es wurde gebastelt, gewonnen und gespielt.
MV-Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (SPD) lobte die Vielfalt des Energietages. Er betonte: „Für Mecklenburg-Vorpommern sind die Erneuerbaren längst ein entscheidender Wirtschaftsfaktor, an dem viele tausend Arbeitsplätze hängen. Der Energietag macht die große Bedeutung der Branche für unser Land sichtbar und stärkt Akzeptanz und Verständnis für die erneuerbaren Energien.“
Die Hansestadt Anklam war bereits im Februar von der in Berlin ansässigen Agentur für Erneuerbare Energien zur Energiekommune des Monats gekürt worden. Rathauschef Michael Galander (IfA) nahm die Auszeichnung in Form eines Schildes nun auf dem Energietag vor großem Publikum entgegen.
Rund 450 Radfahrer aus Polen legten auf ihrer Rundfahrt um das Stettiner Haff einen Stopp auf der Veranstaltung ein.



