Der Chip- und Halbleiterkonzern Infineon aus Neubiberg bei München befindet sich im Aufwind. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres, das von Januar bis März lief, erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 301 Millionen Euro. Dies teilte Infineon am Mittwoch mit. Der Gewinn übertraf sowohl das Vorquartal als auch das Vorjahresquartal deutlich – um 18 beziehungsweise 30 Prozent.
Konzernchef Hanebeck zeigt sich optimistisch
„Infineon hat seine Ziele im ersten Geschäftshalbjahr voll erreicht“, sagte Konzernchef Jochen Hanebeck. Und es soll noch weiter aufwärtsgehen: „Im zweiten Halbjahr werden wir stärker als bislang erwartet wachsen, ein breiterer Aufschwung vieler Endmärkte ist in Sicht. Der KI-Boom weitet sich aus und unsere Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren sind äußerst gefragt. Der Ausbau der Energieinfrastruktur gewinnt an Fahrt und ist ein zunehmender Wachstumstreiber für unser Industriegeschäft.“
Automotive-Bereich zeigt Erholung
Selbst im zuletzt schwierigen Automotive-Bereich sieht Hanebeck eine positive Entwicklung. „Insbesondere bei softwaredefinierten Fahrzeugen gibt es Fortschritte“, so der CEO. Allerdings bleibe das Geschäft mit Hochvoltkomponenten für Elektroautos herausfordernd. „Erneute Marktanteilsgewinne in Automotive bestätigen unseren Kurs. Wir gehen zuversichtlich in die zweite Jahreshälfte, behalten geopolitische und gesamtwirtschaftliche Risiken aber aufmerksam im Blick.“
Prognose für das Geschäftsjahr angehoben
Aufgrund der positiven Entwicklung hat Infineon die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Umsatz soll nun nicht mehr nur moderat, sondern deutlich steigen. Auch die Profitabilität soll besser ausfallen als bisher erwartet. Im abgelaufenen Quartal steigerte Infineon den Umsatz leicht auf 3,8 Milliarden Euro.



