Massiver Drohnenangriff nahe Moskau: Tote und Verletzte
Massiver Drohnenangriff nahe Moskau: Tote und Verletzte

Bei einem massiven ukrainischen Drohnenangriff mit über 100 Drohnen sind nahe Moskau mindestens drei Menschen getötet und fünf verletzt worden. Der Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrej Worobjow, bestätigte die Opferzahlen und kündigte Hilfe für die Betroffenen an. Zahlreiche Wohnhäuser wurden beschädigt.

In Moskau selbst berichtete Bürgermeister Sergej Sobjanin von zwölf Verletzten bei einem Angriff auf eine Ölraffinerie. Bauarbeiter in der Nähe der Anlage wurden getroffen, das Werk blieb technisch intakt. Die Hauptstadtregion rühmt sich eigentlich der besten Flugabwehr Russlands, doch dieser Angriff gilt als einer der heftigsten seit Kriegsbeginn.

Die russischen Flughäfen in Moskau erlebten massive Beeinträchtigungen: Dutzende Flüge fielen aus oder wurden umgeleitet, Reisende saßen stundenlang fest. Das russische Verteidigungsministerium gab an, insgesamt 586 Drohnen abgeschossen zu haben, darunter über 120 in Moskau. Diese Angaben sind unabhängig nicht überprüfbar.

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In der Grenzregion Belgorod starb ein Mann, als sein Lastwagen von einer Drohne getroffen wurde. Die Zahlen der zivilen Opfer und Schäden in Russland stehen in keinem Verhältnis zu den weit höheren Verlusten in der Ukraine durch den russischen Angriffskrieg.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor Vergeltung angedroht. Allein in der letzten Woche seien über 3170 Drohnen, 1300 Gleitbomben und 74 Raketen gegen die Ukraine eingesetzt worden, wobei 52 Menschen starben und 346 verletzt wurden. Selenskyj forderte mehr Schutz und Unterstützung von Verbündeten.

Im Baltikum meldeten die lettischen Streitkräfte eine Drohne, die in den Luftraum eindrang und wieder abzog. Nato-Kampfjets wurden aktiviert. Das Militär warnte vor weiteren Vorfällen solange die russische Aggression in der Ukraine andauert.

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