Die Technische Universität Dresden hat ein fliegendes Testlabor in Betrieb genommen, um neue Luftfahrtantriebe und Treibstoffe zu erforschen. Im Fokus stehen fossilfreie Antriebssysteme wie elektrische, wasserstoffbasierte oder hybride Konzepte. Diese können unter identischen Bedingungen im Flug getestet und verglichen werden.
„Mit dem Forschungsflugzeug schließen wir die entscheidende Lücke zwischen Theorie und praktischer Anwendung“, erklärte Maik Gude, Direktor des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK). Die gewonnenen Daten sollen helfen, Technologien aus dem Labor für die Praxis weiterzuentwickeln.
Das Flugzeug basiert auf einer „Diamond Aircraft DA62 MPP“, einem zweimotorigen Spezialflugzeug. Es zeichnet sich durch eine Flugdauer von bis zu zehn Stunden und minimale Betriebskosten aus. Die Testplattform ist Teil der Plattform „OST4Aviation“, die den Aufbau einer Luftfahrtforschungsregion in Ostdeutschland vorantreibt.
Das Projekt „FoFlu“ wird mit rund 4,6 Millionen Euro aus dem EU-Just-Transition-Fonds gefördert. Die Maschine kostet etwa drei Millionen Euro. Weitere Investitionen sind in Wasserstoff-Flugmotoren, Infrastruktur und Sensorik geplant. Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow sieht darin einen „wichtigen Baustein für den Strukturwandel“.



