Hunde begleiten Europäer seit über 15.000 Jahren
Hunde begleiten Europäer seit über 15.000 Jahren

Eine neue Studie belegt, dass Hunde bereits vor mehr als 15.000 Jahren verbreitete Begleiter von Jäger- und Sammlergemeinschaften in Europa waren. Der älteste genetische Nachweis stammt von einem Hund, der vor 15.800 Jahren in der Türkei lebte. Zuvor war der älteste genetische Nachweis rund 5.000 Jahre jünger.

Forscher unter der Leitung von Laurent Frantz von der Ludwig-Maximilians-Universität München analysierten DNA aus Proben der britischen Fundstätte Gough's Cave und der türkischen Fundstätte Pınarbaşı. Die Ergebnisse zeigen, dass es sich bei den Tieren tatsächlich um Hunde handelte. Die genetische Identifizierung ermöglichte es, weitere frühe Hunde in Deutschland, Italien und der Schweiz zu identifizieren.

Trotz Hinweisen auf eine enge Mensch-Tier-Beziehung, wie etwa ein Grab in Bonn-Oberkassel, bleibt die genaue Rolle der Hunde unklar. Das Forschungsteam fand jedoch Belege dafür, dass verschiedene Jäger- und Sammlergruppen Hunde aktiv austauschten. Dies deute darauf hin, dass die Tiere wichtig waren, etwa als Alarmsystem.

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Eine zweite Studie untersuchte die genetische Herkunft europäischer Hunde. Die Analyse von 200 Überresten zeigt, dass frühe Hunde nicht von lokalen europäischen Wölfen abstammen, sondern von einer östlichen Linie, die in Sibirien verwurzelt ist. Daher wurde der Hund vermutlich nicht in Europa domestiziert.

Die Studien, veröffentlicht im Fachjournal 'Nature', zeigen, dass die Wurzeln heutiger westlicher Hunde in der Zeit vor dem Ende der letzten Eiszeit liegen. Der älteste untersuchte Hund stammt aus der Schweiz und lebte vor 14.200 Jahren.

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