Apple vs. EU: Keine Sonderregel für Siri AI in Europa
Apple vs. EU: Keine Sonderregel für Siri AI

Der Streit zwischen Apple und der Europäischen Union um die Einführung der neuen KI-Version von Siri spitzt sich zu. Der iPhone-Konzern hatte angekündigt, den intelligenten Assistenten in der EU vorerst nicht auf iPhones und iPads anzubieten. Als Begründung nannte Apple den Digital Markets Act (DMA), der große Plattformbetreiber zu mehr Offenheit und Wettbewerb verpflichtet. Das Unternehmen befürchtet Risiken für Datenschutz und Sicherheit. Doch aus Brüssel kommt nun klarer Widerspruch.

EU gibt Apple die Verantwortung

Laut Informationen des Nachrichtenportals „Reuters“ sieht die EU-Kommission die Ursache für die Verzögerung nicht in den europäischen Vorschriften. Ein Sprecher erklärte, die EU verbiete Apple nicht, neue Produkte oder Dienste in ihren Mitgliedstaaten anzubieten. Dass Siri AI nicht gemeinsam mit iOS 27 und iPadOS 27 startet, sei daher eine Entscheidung des Konzerns. Die Kommission ist der Auffassung, dass Apple bislang keine Lösung entwickelt hat, mit der Siri AI die geltenden Regeln erfüllt und gleichzeitig auf dem EU-Markt angeboten werden kann.

Streit um die Öffnung von Apple-Diensten

Im Zentrum des Konflikts steht die Frage, wie weit Apple seine Systeme für andere Anbieter öffnen muss. Der DMA soll verhindern, dass große Plattformen wichtige Funktionen ausschließlich für das eigene Angebot reservieren. Andere Unternehmen sollen Zugang zu zentralen Schnittstellen erhalten. Bei Siri AI ist dies besonders sensibel, da viele Funktionen eng mit dem iPhone, dem iPad und persönlichen Nutzerdaten verbunden sind. Apple argumentiert, dass ein stärker personalisierter Assistent auf sensible Informationen zugreifen müsse, darunter Kommunikationsinhalte, Daten auf dem Gerät oder Informationen aus dem Alltag der Nutzer. Der Konzern befürchtet, dass dadurch auch andere KI-Anbieter Zugang zu wichtigen Funktionen erhalten könnten.

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Keine Sonderregel für Siri AI

Laut Reuters schlug Apple eine 18-monatige Übergangsfrist vor. In dieser Zeit sollte eine technische Lösung entstehen, über die andere KI-Dienste sicher auf Siri AI zugreifen können. Die EU-Kommission lehnte dies jedoch ab, da sie darin eine Ausnahme von den DMA-Vorgaben sah. Apple steht nun vor der Herausforderung, eine Lösung zu finden, die sowohl den DMA-Anforderungen entspricht als auch den Datenschutz und die Sicherheit der Nutzer gewährleistet. Der Streit zeigt die grundsätzlichen Spannungen zwischen den strengen europäischen Regulierungen und den Geschäftsmodellen großer Technologiekonzerne.

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