Ein WM-Finale zu pfeifen, ist für viele Schiedsrichter der größte Traum ihrer Karriere. Für den Slowenen Slavko Vincic (46) wird dieser Traum nun Wirklichkeit. Beim Endspiel zwischen Titelverteidiger Argentinien und Spanien am Sonntag (21 Uhr, ZDF/MagentaTV) steht Vincic auf dem Platz. Es ist das erste WM-Finale seiner Laufbahn.
Emotionale Bekanntgabe durch Schiri-Boss Collina
Wie besonders diese Nominierung für Vincic ist, zeigt ein Video der FIFA. Darin verkündet Schiri-Boss Pierluigi Collina (66) vor allen Schiedsrichtern, dass Vincic das WM-Finale leiten wird. Der 46-Jährige hält sich sofort die Hände vors Gesicht und bricht in Tränen aus. Anschließend umarmt er seine Assistenten Tomaž Klančnik (43) und Andraž Kovačič (40). Es ist das dritte Spiel für die slowenische Schiedsrichter-Gespanne bei dieser WM.
Vincics bisherige Karriere und WM-Einsätze
Sein bisher größtes Endspiel war das Champions-League-Finale 2024 zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund. Bei der WM 2026 pfiff er die Gruppenspiele Brasilien gegen Marokko (1:1), Jordanien gegen Algerien (1:2) und das Achtelfinale zwischen Mexiko und Ecuador (2:0).
An Vincic dürften vor allem Fans von Real Madrid keine guten Erinnerungen haben. Denn er hatte das Viertelfinal-Rückspiel der Bayern in der vergangenen Champions-League-Saison gegen die Königlichen gepfiffen (4:3). Dabei schickte er Real-Star Eduardo Camavinga beim Stand von 3:2 für die Bayern kurz vor Schluss nach einer strittigen Entscheidung mit Gelb-Rot vom Rasen. Die Münchner nutzten die Überzahl und zogen ins Halbfinale gegen den späteren Sieger Paris Saint-Germain ein.
Deutsche Unterstützung für das Finale
Im Finale wird Vincic vom deutschen Schiedsrichter Bastian Dankert (46) als Video-Assistent unterstützt. Für Dankert ist es der insgesamt zwölfte Einsatz bei dem Mega-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Dabei wird er jeweils sechsmal als Video-Assistent und als unterstützender Video-Assistent gefordert sein.



