Ottobock nach Rekordjahr: Prothesenhersteller peilt weiteres Wachstum für 2026 an
Der Prothesenhersteller und Börsenneuling Ottobock aus Südniedersachsen plant nach einem außergewöhnlichen Rekordjahr im vergangenen Geschäftsjahr auch für das laufende Jahr 2026 eine deutliche Expansion. Das Unternehmen mit Sitz in Duderstadt hat ambitionierte Ziele verkündet, die auf einer soliden finanziellen Basis aufbauen.
Ambitionierte Ziele für das laufende Jahr
Bei der Vorlage vorläufiger Zahlen gab Ottobock bekannt, dass die Erlöse im Kerngeschäft im Jahr 2026 um fünf bis acht Prozent zulegen sollen. Gleichzeitig soll die bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf mehr als 26,5 Prozent ansteigen. Diese Zielvorgaben unterstreichen das Vertrauen des Unternehmens in seine Marktposition und Wachstumsstrategie.
Beeindruckende Ergebnisse des Vorjahres
Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Ottobock bereits bemerkenswerte Erfolge verzeichnen. Die Umsätze stiegen um 4,7 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro. Noch eindrucksvoller entwickelte sich der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, der um 29 Prozent auf 420,7 Millionen Euro kletterte. Das Unternehmen sprach von Rekordergebnissen, mit denen das Jahr erfolgreich abgeschlossen wurde.
Treiber des Erfolgs
Nach Unternehmensangaben waren vor allem neue Produkte und strategische Zukäufe für die positive Entwicklung verantwortlich. Vorstandschef Oliver Jakobi bezeichnete diese Entwicklung als „Profitabilitätssprung“, durch den Ottobock seine Marktposition weiter ausbauen konnte. Finanzvorstand Arne Kreitz betonte, dass das Unternehmen damit „hervorragend gerüstet für weiteres deutliches Umsatzwachstum und überproportionale Ertragssteigerungen“ sei.
Marktführer mit olympischer Verbindung
Ottobock ist weltweit vor allem für seine hochwertigen Prothesen und die technische Unterstützung der Paralympics bekannt. Das Unternehmen gilt laut eigenen Angaben als Weltmarktführer im Bereich Prothetik. Ein weiterer Meilenstein war der erfolgreiche Börsengang Anfang Oktober, der als größter Börsengang des Jahres in Deutschland galt. Die Anteilscheine werden im Prime Standard gehandelt, was die Voraussetzungen für eine mögliche Aufnahme in die Dax-Indexgruppe schafft.
Mit dieser starken Positionierung und den klaren Wachstumszielen zeigt Ottobock, dass der Prothesenhersteller auch nach dem Rekordjahr nicht nachlässt und weiter expandieren will. Die Kombination aus innovativen Produkten, strategischen Akquisitionen und einer soliden finanziellen Basis bildet das Fundament für die optimistischen Prognosen des Unternehmens.



