On-Demand-Busse in Mansfeld-Südharz: 10.000 Fahrgäste erreicht und Namenssuche läuft
Mansfeld-Südharz: 10.000 Fahrgäste nutzen On-Demand-Busse

Erfolgreiches Pilotprojekt: On-Demand-Busse in Mansfeld-Südharz erreichen 10.000 Fahrgäste

Die sieben elektrisch betriebenen Kleinbusse im Landkreis Mansfeld-Südharz haben einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Seit dem Start am 1. August des vergangenen Jahres haben die Fahrzeuge bereits mehr als 10.000 Fahrgäste transportiert. Dies teilte die Kreisverwaltung am Montag mit und unterstrich damit den wachsenden Zuspruch für das innovative Verkehrskonzept.

Steigende Nutzung und wirtschaftliche Vorteile

In den ersten fünf Monaten bis zum Jahreswechsel nutzten etwa 6.200 Personen die On-Demand-Busse. In den ersten neun Wochen des neuen Jahres kamen fast 4.000 weitere Fahrgäste hinzu. Das vom Bund geförderte Pilotprojekt „MSH mobil“ wurde initiiert, um Kosten im öffentlichen Personennahverkehr zu senken und gleichzeitig die Effizienz zu steigern.

Die Verkehrsgesellschaft Südharz ersetzte besonders schwach ausgelastete Linienfahrten durch die bedarfsgesteuerten Kleinbusse. Landrat André Schröder (CDU) betonte, dass die Bestellbusse ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende im ländlichen Raum seien. Nach dem Auslaufen der Bundesförderung müsse jedoch weiter an der Wirtschaftlichkeit gearbeitet werden.

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Gabriele Schuchardt, Geschäftsführerin der VGS, hob hervor, dass der On-Demand-Verkehr einen besseren Kostendeckungsgrad aufweise als das frühere reguläre Fahrplanangebot. Zudem trage das System zur CO₂-Einsparung bei, da die Busse nur bei tatsächlicher Buchung fahren und nicht wie große Linienbusse Leerfahrten absolvieren müssen.

Funktionsweise und aktuelle Entwicklungen

Die Kleinbusse, die bis zu sechs Personen befördern können, sind montags bis samstags von 5 bis 21 Uhr sowie sonn- und feiertags von 9 bis 18 Uhr verfügbar. Buchungen erfolgen über die App mo.pla oder die Internetseite der VGS. Die Mindestfahrstrecke beträgt einen Kilometer, und der Bus kommt auch für einzelne Personen. Die Fahrtkosten liegen zwischen denen eines Linientickets und eines Taxis.

Parallel zur erfolgreichen Nutzung läuft im Landkreis eine öffentliche Abstimmung zur Namensgebung für die On-Demand-Flotte. Mehr als 1.000 Stimmen wurden in den vergangenen Wochen abgegeben. Das Ergebnis dieser Abstimmung soll in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden und könnte dem Projekt einen zusätzlichen identitätsstiftenden Charakter verleihen.

Insgesamt zeigt das Projekt, wie innovative Mobilitätslösungen im ländlichen Raum nicht nur die Verkehrsanbindung verbessern, sondern auch ökonomisch und ökologisch nachhaltig gestaltet werden können. Die positive Resonanz der Bevölkerung unterstreicht den Bedarf an flexiblen und bedarfsorientierten Angeboten im öffentlichen Nahverkehr.

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