ÖPNV-Streik in München: So kommen Sie am Mittwoch und Donnerstag trotzdem ans Ziel
Münchner ÖPNV-Streik: Alternativen für Mittwoch und Donnerstag

ÖPNV-Streik legt München lahm: Diese Alternativen gibt es

Am Mittwoch ab 11 Uhr und am Donnerstag ganztags wird der öffentliche Nahverkehr in München erneut bestreikt. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Stadtwerke München (SWM) im Ressort Mobilität haben ihre Tarifbeschäftigten zum Arbeitskampf aufgerufen. Betroffen sind die U-Bahn, die Trambahn und alle Buslinien bis zur Nummer 199. Erste Auswirkungen könnten schon am Dienstag spürbar sein. Ein regulärer Betrieb wird voraussichtlich erst ab Freitagmorgen wieder möglich sein.

Welche Verkehrsmittel fahren trotz Streik?

Nicht alle Verkehrsmittel sind vom Streik betroffen. Die S-Bahn, die zur Deutschen Bahn gehört, soll fahrplanmäßig verkehren. Auch Regionalzüge und MVV-Regionalbuslinien werden nicht bestreikt. Für Pendler und Stadtbewohner, die mobil bleiben müssen, gibt es somit mehrere Optionen.

Regionalbahn-Verbindungen in München

Bestimmte Regionalbahnen halten innerhalb Münchens und bieten alternative Routen:

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram
  • Süden: Regionalbahnen aus dem Oberland (RB 55/56/57) halten wochentags in Solln, bei den Siemenswerken, Harras, Donnersbergerbrücke und Hauptbahnhof. Die RB 58 aus Rosenheim bedient Deisenhofen, Solln, Siemenswerke, Mittersendling, Harras, Heimeranplatz, Donnersbergerbrücke und Hauptbahnhof.
  • Osten: Zwischen Grafing, Ostbahnhof und Hauptbahnhof verkehren der RE 5 und die RB 58. Die RB 40 verbindet Markt Schwaben mit dem Hauptbahnhof über den Ostbahnhof.
  • Norden: Aus Passau bzw. Landshut kommend hält der RE 3 in Freising und am Hauptbahnhof. Die RB 33 hält nach Freising auch in Unterschleißheim, Feldmoching und Moosach. Der RE 1 aus Nürnberger oder Ingolstädter Richtung fährt von Petershausen direkt zum Hauptbahnhof, die RB 16 hält zusätzlich in Dachau.
  • Westen: Aus Augsburger Richtung halten die RB 87, der RE 80 und der RE 89 in Pasing und bringen Fahrgäste zum Hauptbahnhof. Aus Geltendorf kommt man mit dem RE 72 nach Pasing und zum Hauptbahnhof, die RB 74 hält zusätzlich in Fürstenfeldbruck.

Busse und Regionalbusse

Nicht alle Busse werden von MVG-Fahrern gelenkt, sondern teilweise von privaten Busunternehmen. Die Verkehrsgesellschaft geht davon aus, dass Busse unregelmäßig fahren und nur ein Teil der Linien bedient werden kann. Bestreikt werden nur Busse bis zur Liniennummer 199. Regionalbusse, die von Umlandlandkreisen betrieben werden, sind nicht vom Streik betroffen. Generell gilt: Busse mit den Nummern 0-199 fallen in die Zuständigkeit der MVG, höhere Busliniennummern nicht.

Leihräder und E-Scooter als flexible Alternative

Für kurze Strecken bieten Leihräder und E-Scooter eine flexible Lösung. Hier ein Überblick über die wichtigsten Anbieter:

Call a Bike

Die Leihräder der Deutschen Bahn stehen an über 270 Stationen in München zur Verfügung. Es gibt mehr als 1000 verfügbare Räder. Die Tarife variieren: Das Starter-Paket hat keine Grundgebühr, kostet 1 Euro Freischaltgebühr pro Fahrt und 1 Euro pro 15 Minuten (maximal 12 Euro am Tag). Der Basic-Tarif kostet 4,90 Euro im Jahr, mit 50 Cent Freischaltgebühr und maximal 7 Euro am Tag. Das Premium-Modell ist ein Jahresabo für 5,90 Euro monatlich, ohne Freischaltgebühr und mit maximal 5 Euro pro Tag. Die Räder müssen an Stationen zurückgegeben werden.

Dott E-Bikes und E-Scooter

Dott bietet elektrische Fahrräder und Scooter an, die über die Dott-App oder die MVG-Go-App ausgeliehen werden können. Die Preise sind in der App ersichtlich. Fahrzeuge müssen auf ausgewiesenen Parkflächen abgestellt werden, besonders innerhalb des Altstadtrings. Parken auf Gehwegen oder in Parks ist verboten.

Emmy Elektroroller

Die roten Elektroroller von Emmy sind im gesamten Innenstadtbereich verfügbar. Die Registrierung kostet einmalig 4,95 Euro, die als Fahrtguthaben gutgeschrieben werden. Pro Miete fallen 1 Euro Freischaltgebühr und 36 Cent pro Fahrminute an. Ein 24-Stunden-Pass kostet maximal 35 Euro. Die Rückgabe erfolgt auf öffentlichen Parkplätzen innerhalb des Geschäftsgebiets, wobei ein Foto des geparkten Rollers hochgeladen werden muss.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Voi E-Bikes und E-Scooter

Voi aus Schweden bietet E-Bikes und Scooter an, die über die Voi-App oder MVG-Go-App genutzt werden können. Die Freischaltgebühr beträgt 99 Cent, dann 24 Cent pro Minute. Es gibt auch Minutenpakete oder Abo-Optionen. Fahrzeuge müssen auf ausgewiesenen Abstellplätzen abgestellt werden, Parkverbote gelten in Parks und sensiblen Bereichen.

Lime E-Scooter und E-Bike

Lime hat mehrere tausend Fahrzeuge im Großraum München im Einsatz. Die Ausleihe kostet 1 Euro beim Entsperren und etwa 25 Cent pro Minute, wobei Preise variieren können. Innerhalb des Altstadtrings ist das Abstellen nur auf ausgewiesenen Flächen erlaubt, außerhalb müssen Fahrzeuge ordnungsgemäß geparkt werden. Bei der Rückgabe muss ein Foto gemacht werden.

Fazit

Trotz des umfassenden ÖPNV-Streiks in München gibt es zahlreiche Möglichkeiten, mobil zu bleiben. Von der S-Bahn und Regionalzügen über Leihräder bis hin zu E-Scootern – mit etwas Planung lässt sich der Streiktag überbrücken. Nutzer sollten Apps der Anbieter herunterladen und sich vorab über Tarife und Parkregeln informieren, um reibungslos unterwegs zu sein.