Artemis 2-Mission erneut verzögert: Raketensystem kehrt für Reparaturen in Hangar zurück
Artemis 2: Raketensystem kehrt für Reparaturen in Hangar zurück

Artemis 2-Mission erneut verzögert: Raketensystem kehrt für Reparaturen in Hangar zurück

Die krisengeplagte Mondmission Artemis 2 der NASA verzögert sich weiter und erleidet einen weiteren Rückschlag. Um gravierende technische Probleme zu beheben, soll das komplette Raketensystem noch in dieser Woche von der Startrampe zurück in den Hangar gerollt werden. Diese Entscheidung markiert eine erneute Verzögerung für den ersten bemannten Mondflug seit mehr als fünf Jahrzehnten.

Technische Probleme zwingen zum Rollback

NASA-Chef Jared Isaacman hatte am vergangenen Samstag mitgeteilt, dass ein ernsthaftes Problem mit der Helium-Zufuhr in einer der Raketenstufen vorliegt. Zur Behebung dieses kritischen technischen Defekts müssen sowohl die Trägerrakete als auch die Orion-Raumkapsel zurück in die Montagehalle gebracht werden. Damit ist das ursprünglich für März geplante Startfenster definitiv nicht mehr einzuhalten, schrieb Isaacman auf der Plattform X.

Als frühestmöglichen Termin für den sogenannten Rollback hat die US-Raumfahrtbehörde Dienstag ins Auge gefasst, wobei dieser Zeitplan noch von den Wetterbedingungen auf dem Gelände des Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida abhängt. Für die gut sechs Kilometer lange Strecke von der Startplattform zurück in die Montagehalle plant die NASA mehrere Stunden ein.

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Starttermin weiter ungewiss

Ob der Start möglicherweise im April erfolgen kann, hängt nun vollständig davon ab, wie schnell die technischen Probleme gelöst werden können. Die vierköpfige internationale Crew, bestehend aus den US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihrem kanadischen Kollegen Jeremy Hansen, war zuvor bereits aus der Quarantäne entlassen worden und muss nun weiter auf ihren historischen Flug warten.

Ursprünglich hatte die NASA den Artemis 2-Start für Anfang Februar anvisiert, doch wegen Wasserstoff-Lecks bei Tests musste dieser Termin bereits verschoben werden. Nach einem weiteren umfangreichen Probelauf, bei dem bis auf den eigentlichen Start alle Abläufe getestet wurden, hatte NASA-Chef Isaacman erst am vergangenen Freitag von einem großen Fortschritt gesprochen. Der damals genannte frühestmögliche Starttermin für die Mission war der 6. März.

Historische Mission mit internationaler Besatzung

Mit der Artemis 2-Mission sollen erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen. Die vier Astronauten sollen den Erdtrabanten bei der etwa zehntägigen Mission umrunden, ohne jedoch auf der Mondoberfläche zu landen. Zuletzt waren US-Astronauten im Jahr 1972 im Rahmen der Apollo-17-Mission auf dem Mond gewesen.

Die aktuelle Verzögerung stellt einen weiteren Rückschlag für das ambitionierte Artemis-Programm der NASA dar, das langfristig die Rückkehr von Menschen zum Mond und die Errichtung einer nachhaltigen Präsenz auf dem Erdtrabanten zum Ziel hat. Die Raumfahrtbehörde betont jedoch, dass Sicherheit stets Vorrang vor Zeitplänen habe und alle technischen Probleme gründlich behoben werden müssten, bevor ein Start in Betracht gezogen werden könne.

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