Wayve sammelt 1,2 Milliarden Dollar für KI-gesteuerte Robotertaxis in Europa
Wayve: 1,2 Mrd. Dollar für Robotertaxis in Europa

Britischer KI-Pionier Wayve sichert sich milliardenschwere Finanzierung

Das Londoner Start-up Wayve hat in einer spektakulären Finanzierungsrunde 1,2 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa eine Milliarde Euro) eingesammelt. Das Unternehmen, das sich auf künstliche Intelligenz für autonome Fahrsysteme spezialisiert hat, positioniert sich damit als einer der wichtigsten KI-Player in Europa. Die Finanzspritze kommt von namhaften Investoren, darunter die Automobilkonzerne Mercedes-Benz, Nissan und Stellantis sowie der US-Fahrdienstvermittler Uber.

Kommerzielle Einführung der KI-Software geplant

Insgesamt stehen Wayve nun 1,5 Milliarden US-Dollar für die kommerzielle Einführung seiner KI-Software in Fahrzeugen zur Verfügung. Das 2017 gegründete Unternehmen wird aktuell mit etwa 7,3 Milliarden Euro bewertet. Wayve entwickelt Softwaresysteme, die es Fahrzeugen ermöglichen sollen, eigenständig durch den Verkehr zu navigieren. Die Technologie wird auch an Autohersteller lizenziert, die sie für fortschrittliche Assistenzsysteme nutzen können.

Wayve-Chef Alex Kendall erklärte, man wolle die Milliarden-Investitionen nutzen, um einen Markt aufzubauen, "der alle Fahrzeuge umfasst, die sich fortbewegen". Ab dem kommenden Jahr sollen auch Privatfahrzeuge mit Wayve-Technik autonom fahren können. Das Konzept des Start-ups sei laut Uber-Vorstandschef Dara Khosrowshahi "auf Skalierbarkeit, Sicherheit und Effektivität" ausgelegt.

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Erste Robotertaxis bald in London unterwegs

Bereits in Kürze sollen auf Londons Straßen selbstfahrende Robotertaxis zu sehen sein. Uber plant, noch in diesem Jahr Tests mit Wayve-Technik in der britischen Hauptstadt zu starten. Eine darauffolgende Expansion in zehn Märkte weltweit ist vorgesehen. London wird damit zum Vorreiter beim Einsatz dieser neuen Technologie in Europa.

Die britische Regierung bereitet ein Pilotprojekt für autonomes Fahren vor, das noch im Frühjahr beginnen soll. Neben Wayve planen auch andere Technologieunternehmen wie Waymo aus den USA und der chinesische Konzern Baidu, daran teilzunehmen. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen: Vertreter der Taxibranche zweifeln, ob die Roboterfahrzeuge in den verschlungenen Straßen Londons zurechtkommen werden.

Steven McNamara, Generalsekretär der Licensed Taxi Drivers' Association, äußerte Bedenken: "Selbstfahrende Taxis sind eine Lösung, die ein Problem sucht". Trotz dieser Skepsis markiert die üppige Finanzierung von Wayve einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung autonomer Fahrzeuge in Europa und unterstreicht das wachsende Vertrauen großer Automobil- und Technologieunternehmen in KI-gesteuerte Mobilitätslösungen.

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