Neue Hai-Art entdeckt: Dieser „laufende Hai“ kann über den Meeresboden gehen
Neue Hai-Art entdeckt: Laufender Hai geht über Meeresboden

Neue Hai-Art vor Papua-Neuguinea entdeckt

In den Gewässern vor Papua-Neuguinea haben Wissenschaftler eine bizarre neue Hai-Art entdeckt, die sich mithilfe ihrer Brustflossen über den Meeresboden „laufend“ fortbewegen kann. Die Entdeckung wurde von einem Team der University of Queensland und der University of California, San Diego gemacht und im Fachjournal „Marine and Freshwater Research“ veröffentlicht.

Die neu entdeckte Art gehört zur Gattung der Epaulettenhaie (Hemiscyllium) und wurde auf den Namen Hemiscyllium michaeli getauft – benannt nach dem Meeresbiologen Michael I. Cherry. Die Tiere erreichen eine Länge von etwa 70 bis 90 Zentimetern und zeichnen sich durch ihre auffälligen, dunklen Flecken auf hellbraunem Grund aus.

Fortbewegung wie ein Fußgänger

Anders als die meisten Haie, die durch wellenförmige Körperbewegungen schwimmen, nutzt Hemiscyllium michaeli seine kräftigen Brustflossen, um sich über den Meeresboden zu schieben – ähnlich wie ein Mensch, der auf Händen und Füßen geht. Diese Fortbewegungsweise erlaubt es dem Hai, in flachen Gezeitenzonen und Korallenriffen nach Beute zu jagen, wo er sich zwischen Felsen und Spalten bewegt.

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„Es ist faszinierend zu sehen, wie sich diese Haie an ihre Umgebung angepasst haben“, sagte Dr. Christine Dudgeon von der University of Queensland. „Sie sind in der Lage, in extrem flachen Gewässern zu überleben, wo andere Haie nicht hinkommen.“

Bereits neunte laufende Hai-Art

Mit Hemiscyllium michaeli steigt die Zahl der bekannten „laufenden Hai“-Arten auf neun. Alle gehören zur Familie der Bambushaie (Hemiscylliidae) und kommen ausschließlich in den Gewässern um Australien, Neuguinea und Indonesien vor. Die Forscher betonen, dass die Entdeckung die Artenvielfalt in der Region unterstreicht und den Schutzbedarf dieser einzigartigen Lebensräume hervorhebt.

Die Tiere sind nachtaktiv und ernähren sich hauptsächlich von kleinen Krebstieren, Weichtieren und Fischen. Sie gelten als harmlos für den Menschen. Die Entdeckung wurde durch Tauchgänge in bis zu zehn Metern Tiefe sowie durch genetische Analysen bestätigt.

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