Risse an Tragflächen: 16 Airbus A380 müssen überprüft werden
Risse an Tragflächen: 16 Airbus A380 überprüft

Dringende Inspektionen nach Riss-Funden

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) mit Sitz in Köln hat dringende Inspektionen für 16 Airbus A380 angeordnet. Hintergrund sind Risse in einem wichtigen Flügelteil, die bei routinemäßigen Wartungskontrollen an Maschinen der Fluggesellschaften Emirates und Qantas entdeckt wurden. Die betroffenen Flugzeuge müssen nun die Flügelholmstruktur überprüfen lassen.

Fünf Maschinen sofort aus dem Verkehr gezogen

Von den 16 zu überprüfenden Flugzeugen werden 15 von Emirates und eines von Qantas betrieben. Die EASA-Anweisung unterteilt die Maschinen in zwei Dringlichkeitskategorien. Fünf der betroffenen Flugzeuge – alle im Besitz von Emirates – wurden mit sofortiger Wirkung aus dem Flugbetrieb genommen. Sie müssen die Inspektionen durchlaufen, bevor sie wieder Passagiere befördern dürfen, und sollen bereits ab Mittwoch überprüft werden.

Laut dem Nachrichtennetzwerk „AirLive“ ergab die Auswertung von Daten aus früheren Inspektionen, „dass die Risse bei ausbleibender Behebung potenziell die strukturelle Integrität der Tragflächen beeinträchtigen könnten“. Die EASA betonte jedoch, dass das Problem keine unmittelbare Gefahr für die gesamte A380-Flotte darstelle und nicht zu einem vollständigen Flugverbot für dieses Modell geführt habe.

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Qantas-Maschine bereits in Wartung

Die australische Fluggesellschaft Qantas bestätigte, dass sich ihr einziger betroffener Airbus mit der Kennung VH-OQI bereits in Dresden (Deutschland) einer umfassenden Wartung unterzieht. Neben Emirates und Qantas setzen auch Lufthansa, British Airways und Qatar Airways den A380 ein. Emirates betreibt die größte A380-Flotte der Welt.

Der Airbus A380 ist mit einer Länge von rund 73 Metern und einer Spannweite von fast 80 Metern das größte in Serie gefertigte zivile Passagierflugzeug der Welt. Die Produktion wurde jedoch eingestellt; das letzte Exemplar wurde im Dezember 2021 ausgeliefert.

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