Bartow setzt auf grüne Energie: Solarpark und Gewerbegebiet sollen Wirtschaftsboom auslösen
Bartow: Grüne Energie soll Wirtschaftsboom auslösen

Bartow setzt auf grüne Energie für wirtschaftlichen Aufschwung

In der Gemeinde Bartow haben sich mit René Nast und Martin Niedzwetzki zwei engagierte Persönlichkeiten gefunden, die gemeinsam ihre Heimatgemeinde mit erneuerbaren Energien in die Zukunft führen wollen. Ihre ambitionierten Pläne könnten der Region einen deutlichen Wirtschaftsboom bescheren.

Grünes Licht für Solarpark und Gewerbegebiet

Die Gemeindevertretung Bartow hat auf ihrer letzten Sitzung dem „Solarpark Breest Nord“ und dem „Grünen Gewerbegebiet Breest“ offiziell zugestimmt. Parallel dazu ist der Bau einer großen Batteriespeicherstation vorgesehen. „Wir bauen nicht zuerst die Energieanlagen und dann die Anschlüsse, sondern machen das genau umgekehrt“, erklärt Martin Niedzwetzki, Geschäftsführer der SunFarmer GmbH. „Die benötigte Infrastruktur durch eine Überlandleitung in Richtung Berlin ist bereits vorhanden.“

Der Standort nördlich der Ortschaft Breest und östlich der A 20 bietet mit seiner Anbindung an eine 380kV-Leitung ideale Voraussetzungen. „Das ist bildlich etwa so, als ob wir einen Solarpark bauen und diesen an eine Steckdose einer Stromautobahn anschließen“, verdeutlicht Niedzwetzki die strategische Lage. Das Plangebiet für den Solarpark umfasst insgesamt etwa 55,9 Hektar.

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Perfekte Infrastruktur und innovative Speicherlösungen

Ein entscheidender Vorteil des Standortes sind die vorhandenen Stromleitungen in alle vier Himmelsrichtungen. „Wir stehen hier vor einem 110/30kV Umspannwerk an einer 110kV-Leitung, welche wir selbst als Erdleitung gebaut haben“, erläutert Niedzwetzki. „Und dann gibt es gleich zwei 380kV-Leitungen, an die wir letztlich am Netzpunkt Iven anknüpfen.“

Die geplante Batteriespeicheranlage soll nicht nur für Netzstabilität sorgen, sondern auch überflüssigen lokalen Netzstrom speichern. Bei Energiemangel können sowohl die 380kV-Leitungen als auch die Batteriespeicher zum Ausgleich genutzt werden. „Diese Technik hat deutliche Vorteile gegenüber Atomkraft- oder Kohlekraftwerken“, betont Niedzwetzki. „Ein Solarfeld kann man nach Bedarf einfach drosseln oder abschalten, Batteriespeicher sekundenschnell hoch- und runterfahren.“

Grünes Gewerbegebiet als regionales Vorbildprojekt

Für das grüne Gewerbegebiet sind zunächst 23 Hektar veranschlagt, wobei die Fläche nach Angaben von Bürgermeister René Nast noch erweitert werden könnte. Die WindBauer GmbH, in der Martin Niedzwetzki ebenfalls eine Führungsposition innehat, plant hier ein Gewerbegebiet mit hohen Standards in den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz und Flächenqualität.

Besonderes Augenmerk liegt auf minimaler Flächenversiegelung und einem Kreislaufmodell zur Ressourcenschonung. Fassadenbegrünungen sind ebenfalls vorgesehen. „Zunächst wird hier ein Rechenzentrum entstehen“, erläutert Niedzwetzki. „Zugleich kann man sehen, was man alles aus Technik machen kann.“ Später sollen sich weitere Betriebe ansiedeln, insbesondere Unternehmen mit hohem Energieverbrauch. „Jeder Betrieb würde komplett mit erneuerbarer Energie versorgt werden“, verspricht der Unternehmer.

Wirtschaftliche Perspektiven für die Gemeinde

Für Bürgermeister René Nast zeigen sich die Vorteile des Projektes deutlich: „Es würden nicht nur viele hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden. Dort, wo etwas erzeugt und dann verkauft wird, fallen Gewerbesteuern an.“ Obwohl die Gemeinde Bartow derzeit noch verschuldet ist, könnte sich die wirtschaftliche Situation durch dieses Vorhaben grundlegend verbessern.

„Hier vollzieht sich eine Wertschöpfung in lokaler Partnerschaft“, lobt Nast das Projekt. „Das ist ein Leuchtturmprojekt für die ganze Region, was die Wirtschaftskraft erheblich steigern kann.“ Wo heute noch grüne Ackerflächen dominieren, könnte in wenigen Jahren grüner Strom in großen Mengen ins Energienetz eingespeist werden – und damit den Grundstein für eine prosperierende Wirtschaftsentwicklung legen.

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