Im Januar 2004 ging in Dessau eine Solaranlage mit einer installierten Leistung von 10 Kilowatt ans Netz. Sie war das erste solare Bürgerkraftwerk in Sachsen-Anhalt und damals die zweitgrößte von 18 Anlagen in der Stadt. Über 20 Jahre später drohte der Anlage die Verschrottung – bis Martin Plewa und Markus Taubert von der Dessauer Bürgerenergiegenossenschaft Mittelelbe einschritten.
Rettung in letzter Minute
Die Genossenschaft übernahm die Anlage und bewahrte sie vor dem Abriss. „Es wäre schade gewesen, diese historische Anlage einfach zu verschrotten“, sagt Plewa. Die Solarpaneele auf dem Dach des Kochhauses in Dessau sind nun wieder in Betrieb und liefern sauberen Strom.
Das Projekt zeigt, wie Bürgerengagement dazu beitragen kann, erneuerbare Energieinfrastruktur zu erhalten. Die Genossenschaft plant, die Anlage weiter zu betreiben und möglicherweise zu erweitern. „Wir wollen ein Zeichen setzen für die dezentrale Energiewende“, betont Taubert.
Bedeutung für die Region
Das Kochhaus in Dessau ist nicht nur ein Symbol für die Anfänge der Bürgerenergie in Sachsen-Anhalt, sondern auch ein praktisches Beispiel für den Erhalt alter Anlagen. Die Genossenschaft hofft, dass weitere Projekte folgen werden.



