Studie zeigt schwindende Zustimmung für die Energiewende in Deutschland
Schwindende Zustimmung für Energiewende in Deutschland

Studie: Rückhalt für die Energiewende in Deutschland nimmt ab

Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, im Auftrag der BMW Foundation Herbert Quandt, zeigt sich in der deutschen Bevölkerung ein deutlicher Rückgang der Unterstützung für die Energiewende und den Klimaschutz. Viele Menschen verbinden die Energiewende tendenziell eher mit Risiken als mit Chancen.

Sinkende Besorgnis über den Klimawandel

Der Anteil derer, die sich große Sorgen über die Folgen des Klimawandels machen, ist in den vergangenen Jahren signifikant gesunken. Während dieser Wert zwischen 2010 und 2019 von 29 auf 51 Prozent anstieg und bis 2022 auf einem ähnlich hohen Niveau verharrte, verringerte er sich seither auf zunächst 36 Prozent und aktuell auf nur noch 33 Prozent.

Gründe für den Bedeutungsverlust des Klimaschutzes

Das Allensbach-Institut führt diesen Trend vor allem auf das Zusammenspiel multipler Krisen zurück. Dazu zählen die Wirtschaftskrise, der Krieg in der Ukraine sowie allgemein als unsicher eingeschätzte Perspektiven. In der politischen Agenda der Bevölkerung haben Themen wie äußere und innere Sicherheit, wirtschaftliche Entwicklung und Energieversorgung derzeit einen wesentlich höheren Stellenwert als das Thema Klimaschutz.

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Meinungen zur Energiewende und regionale Unterschiede

Eine Mehrheit von 43 Prozent hält den eingeschlagenen Weg, aus der Kernenergie auszusteigen und erneuerbare Energien zu forcieren, für richtig. Allerdings äußern 37 Prozent Kritik und halten diesen Weg für falsch. Besonders in Ostdeutschland, in den unteren Sozialschichten sowie unter Anhängern von AfD und FDP ist die Kritik weit verbreitet.

Zunehmende Zweifel an den Maßnahmen

Innerhalb eines Jahres hat sich unter den Befürwortern der Energiewende der Anteil derer, die glauben, dass Deutschland die richtigen Maßnahmen ergreift, von 52 auf 33 Prozent verringert. Gleichzeitig stieg der Kreis derjenigen, die Zweifel an den ergriffenen Maßnahmen äußern, auf 26 Prozent an.

Wahrnehmung von Risiken und Chancen

Die Bevölkerung assoziiert die Energiewende überwiegend mit Risiken: Für 37 Prozent der Befragten ist sie eher mit Risiken verbunden, während 28 Prozent eher Chancen sehen. Jeder Vierte nimmt ein ausgeglichenes Verhältnis von Chancen und Risiken wahr.

Erwartete Veränderungen des Landschaftsbildes

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist, dass zwei Drittel der Befragten erwarten, dass sich das Landschaftsbild in Deutschland durch Windräder und neue Stromleitungen gravierend verändern wird. Dies unterstreicht die tiefgreifenden Auswirkungen, die mit der Energiewende verbunden sind.

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