Gartenexpertin verrät: Diese 5 To-dos sind nach dem Winter entscheidend für eine erfolgreiche Gartensaison
5 wichtige Garten-To-dos nach dem Winter für eine erfolgreiche Saison

Gartenexpertin verrät: Diese 5 To-dos sind nach dem Winter entscheidend für eine erfolgreiche Gartensaison

Nach dem Winter gibt es im Garten einiges zu tun. Die ersten Sonnenstrahlen fallen auf Beete und Rasen – und für viele Hobbygärtner beginnt jetzt die wichtigste Phase des Jahres. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering weiß, worauf es dabei ankommt. Sie erklärt, was sie als Erstes macht, wenn der Schnee geschmolzen ist.

Wer im Frühling planlos startet, ärgert sich später. Genau jetzt wird entschieden, wie entspannt die Gartensaison verläuft. Für mich haben bestimmte Arbeiten im Garten Priorität. In diesem Jahr habe ich auf meiner To-do-Liste sogar einen „Punkt 0“.

0. Hecke schneiden: Jetzt zählt jeder Tag

Wenn es so lange kalt war wie in diesem Jahr, bleibt für den Heckenschnitt oft nur ein schmales Zeitfenster. Radikale Rückschnitte sind aus Gründen des Vogel- und Artenschutzes nur bis Ende Februar erlaubt. Danach sind nur noch schonende Form- und Pflegeschnitte zulässig.

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Für mich hat der Heckenschnitt deshalb oberste Priorität. Ich kontrolliere meine Hecke sorgfältig auf Nester oder tierische Bewohner. Ist ein stärkerer Rückschnitt nötig, kürze ich sie jetzt kräftig ein.

Ein starker Rückschnitt regt den Neuaustrieb an. Die Pflanze ist noch in der Ruhephase, ich störe keinen laufenden Organismus. Bei nicht-immergrünen Hecken sehe ich ohne Laub außerdem viel besser, wo ich schneiden muss.

Dass der Spätwinter ideal ist, musste ich erst lernen. Nach einem Herbstschnitt sah meine Hecke einen ganzen Winter lang sehr nackig aus, weil nichts nachgewachsen ist.

1. Erst aufräumen, dann durchstarten

Im Winter hatte nicht nur der Garten Pause, sondern auch ich. Also verschaffe ich mir zuerst einen Überblick. Lose Äste, heruntergewehte Zweige und Pflanzenreste entferne ich. Wege, Beetränder und Einfassungen bringe ich in Form. Das schafft Übersicht und beugt Pilzkrankheiten sowie Schädlingsverstecken vor.

Auch meine Geräte prüfe ich genau. Sind die Scheren scharf? Funktioniert der Rasenmäher? Ich reinige, öle und schärfe meine Werkzeuge. Das spart mir Nerven, wenn im April alles gleichzeitig erledigt werden will.

Bei einigen Pflanzen entferne ich den Frostschutz, lege ihn aber noch nicht weit weg. Das Wetter kann noch einmal umschwenken. Mein Wasser im Garten überprüfe ich bewusst noch nicht, denn es kann immer noch zu Bodenfrost kommen. Hier will ich auf der sicheren Seite sein.

2. Beete lockern und Kompost einarbeiten

Zu Beginn des Gartenjahres gehe ich zeitig an meine Beete. Ich lockere die Erde und arbeite etwas Kompost ein. So haben meine Pflanzen, sobald sie in den Garten kommen, eine gute Grundlage.

Ich grabe meine Beete nicht komplett um, das schadet oft mehr, als dass es nützt. Trotzdem lockere ich den Boden gründlich auf. Nach dem Winter ist die Erde durch Schnee und Nässe oft stark zusammengedrückt. Wird sie nicht gelockert, haben es die Wurzeln später schwer. Genau das will ich verhindern. Und ganz nebenbei tauchen dabei manchmal noch vergessene Möhren oder Kartoffeln aus der letzten Ernte auf.

3. Gewächshaus startklar machen

Geschützte Bereiche kann ich deutlich früher nutzen als das Freiland. Deshalb kontrolliere ich nach dem Winter zuerst mein Gewächshaus. Die Scheiben reinige ich, damit möglichst viel Licht hineinkommt. Alte Pflanzenreste und Wurzeln entferne ich gründlich, um Krankheiten vorzubeugen. Auch hier wird der Boden etwas aufgelockert und mit Kompost angereichert.

4. Rasenpflege mit Geduld beginnen

Beim Rasen ist Geduld gefragt. Ich starte erst, wenn er sichtbar wächst – nicht nach dem Kalender, sondern nach der Entwicklung der Gräser. Der erste Schnitt erfolgt nicht zu kurz, damit die Halme stabil bleiben und ausreichend Blattmasse für die Photosynthese behalten.

Dr. Harald Nonn von der Deutschen Rasengesellschaft bestätigte myHOMEBOOK in einem früheren Interview mein Vorgehen: „Ab März kann man beginnen, regelmäßig zu mähen.“ Wichtig sei dabei die richtige Schnitthöhe. „Diese sollte in der Regel bei rund dreieinhalb Zentimetern liegen.“ Zu kurzes Mähen schwächt den Rasen unnötig, besonders wenn noch einmal kühlere Nächte folgen.

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Auch beim Düngen ist das Timing entscheidend. „Spätestens im März ist der Zeitpunkt gekommen, an dem gedüngt werden sollte“, sagt Nonn. „Wer jetzt noch nicht gedüngt hat, sollte ernsthaft darüber nachdenken, dass er das jetzt natürlich einsetzende Wachstum unterstützt, und zwar mit einer entsprechenden Nährstoffgabe.“ Er empfiehlt einen stickstoffbetonten Dünger, der das Wachstum gezielt ankurbelt.

Beim Rosenschnitt das Wetter im Blick behalten

Rosen gehören für mich zu den Pflanzen, bei denen das richtige Timing entscheidend ist. Ich orientiere mich an der Forsythienblüte. Sie zeigt mir, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Ich entferne erfrorene und schwache Triebe, kürze kräftige zurück und sorge für eine luftige Struktur. Gedüngt wird erst nach dem Schnitt.

In diesem Jahr sind meine Rosen etwas nach hinten auf der Liste gerückt. Diplommeteorologe Jörg Riemann von der Wettermanufaktur erklärte mir: „Nachtfrost ist erstmal selten, aber ab dem Wochenende um den 8. März kommt wieder nachts Frost dazu.“ Und bevor ich meinen Rosen schade, warte ich einfach noch ein wenig.