Börde-Bauer trotzt dem Krieg: Landwirtschaft in der Westukraine unter schwierigen Bedingungen
Börde-Bauer betreibt Hof in der Ukraine trotz Krieg

Vier Jahre Ukraine-Krieg: Ein Bauer kämpft für seine Ernte

Der Börde-Landwirt Mathias Michael betreibt in der Westukraine einen landwirtschaftlichen Hof unter extrem schwierigen Bedingungen. Trotz des anhaltenden Krieges, der sich seit vier Jahren hinzieht, gelingt es ihm, seine Felder zu bewirtschaften und Ernten einzufahren. Die Frontlinie mag weit entfernt sein, doch die Auswirkungen des Konflikts sind allgegenwärtig und prägen den Alltag auf dem Hof.

Infrastruktur unter Beschuss: Strom- und Wasserversorgung gestört

„Im vergangenen November und Dezember ist zeitweise der Strom für 20 Stunden ausgefallen“, berichtet Mathias Michael. „Auch die Wasserversorgung ist gestört gewesen.“ Diese Probleme sind kein Einzelfall, sondern Teil einer systematischen Zerstörung der ukrainischen Infrastruktur durch russische Angriffe. Der Landwirt aus dem kleinen Bördedorf Meseberg betont, dass solche Attacken in der gesamten Ukraine stattfinden und die Grundversorgung der Bevölkerung sowie der Landwirtschaft massiv beeinträchtigen.

Der Hof in Kelmentsi: Landwirtschaft im Länderdreieck

Mathias Michael bewirtschaftet in Kelmentsi, gelegen im Dreiländereck zwischen Ukraine, Moldawien und Rumänien, eine Fläche von 1.500 Hektar. Trotz der widrigen Umstände, einschließlich regelmäßiger Luftangriffe und anhaltender Stromausfälle, funktioniert die Landwirtschaft auf seinem Hof weiter. Er und seine Mitarbeiter setzen ihre Arbeit fort, wie beispielsweise bei der Aussaat von Mais, um die Ernährungssicherheit in der Region aufrechtzuerhalten.

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Persönliche Erfahrungen und Herausforderungen

Der Bauer schildert seine persönlichen Erfahrungen aus dem Kriegsalltag. Die ständige Bedrohung durch Angriffe und die unsichere Versorgungslage erfordern hohe Flexibilität und Resilienz. Dennoch zeigt sich Mathias Michael entschlossen, seinen Beitrag zur Aufrechterhaltung der landwirtschaftlichen Produktion in der Ukraine zu leisten. Seine Geschichte steht exemplarisch für den Widerstandswillen vieler ukrainischer Landwirte, die trotz enormer Risiken weiterarbeiten.

Die Situation bleibt angespannt, doch die Hoffnung auf bessere Zeiten und eine stabile Ernte treibt Mathias Michael und sein Team an. Ihr Einsatz unterstreicht die Bedeutung der Landwirtschaft für die Ukraine, auch und gerade in Kriegszeiten.

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