Fleischrindbullen aus Seenplatte und Vorpommern wechseln bei Online-Auktion die Besitzer
Fleischrindbullen wechseln bei Online-Auktion Besitzer

Fleischrindbullen aus Seenplatte und Vorpommern wechseln bei Online-Auktion die Besitzer

Die Rinder-Allianz mit Hauptsitz in Woldegk bereitet ihre einzige und bedeutendste Fleischrindbullen-Auktion des Jahres vor. Unter dem Motto „Power für Ihre Herde“ werden am Dienstag, dem 24. Februar, insgesamt 91 Bullen aus 48 Zuchtbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt angeboten. Dies kündigt Dr. Sabine Schmidt vom Fleischrind-Team der Rinder-Allianz an.

Hohe Umsatzerwartungen und Spitzenpreise

Die Geschäftsführerin erwartet einen Umsatz zwischen 350.000 und 400.000 Euro. Dabei soll wohl kein Bulle unter 3000 Euro den heimischen Stall verlassen, während Spitzentiere bis zu 12.000 Euro einbringen könnten. Fünf bis sechs Top-Vererber sind im Angebot, von denen Höchstpreise erwartet werden. Aus verkaufstaktischen Gründen werden deren Namen jedoch nicht genannt. Schmidt selbst hat für die Spermaproduktion in Woldegk bereits einen Favoriten im Auge, auf den sie bieten wird, doch auch dessen Name bleibt geheim, um die Konkurrenz nicht zu wecken. „Der teuerste Bulle muss nicht immer der Beste sein. Oft kommt es auf den besten Mehrwert, die beste Genetik und darauf an, wer am besten in die jeweilige Herde passt“, erklärt sie.

Online-Auktion als etablierte Praxis

Die Fleischbullen-Auktion zum Ende des Winters ist bedeutend für den Züchter-Zusammenschluss beider Bundesländer und für Käufer aus ganz Deutschland. Sie gilt als eine der umfangreichsten und vielseitigsten Offerten des Jahres. Die Veranstaltung findet ausschließlich im Internet statt, eine Praxis, die durch Corona beschleunigt wurde und heute nicht mehr wegzudenken ist. „Wir machen das schon zum sechsten Mal so“, so Schmidt. Für die Tiere sei die Online-Variante viel stressfreier, da sie nicht transportiert werden müssen und zu Hause bleiben können, bis sie in ihre neue Herde geholt werden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Umfangreiche Informationen für Bieter

Der Großteil der Züchter findet die digitale Variante mit Live-Moderation und Echtzeit-Benachrichtigungen bequemer. Es gibt jedoch auch potenzielle Bieter, die die Bullen leibhaftig sehen und erleben möchten. Einige vereinbaren im Vorfeld Vor-Ort-Termine, andere ziehen es vor, woanders zu kaufen. Aber auch ohne Besichtigung des lebenden Objekts wird den potenziellen Käufern ein Maximum an Informationen zur Verfügung gestellt. Tage vor der Auktion sind Kurzprofile, Fotos, Videos, Abstammung, Eltern und Großeltern – eine umfassende Datenbank – online abrufbar.

Deutschlandweit größte Kaufgelegenheit für Simmentaler Fleckvieh

Vorgestellt werden unter anderem 52 Tiere der Rasse Simmentaler Fleckvieh. Damit ist die Auktion der Rinder-Allianz die deutschlandweit größte Kaufgelegenheit dieser Rasse. Darüber hinaus gibt es Angus-, Limousin- und Aubrac-Rinder, Uckermärker, Charolais, Hereforder, Welsh Blacks und Weiß-Blaue Belgier. Sabine Krüger geht davon aus, dass alle Tiere verkauft werden. Wenn sie Recht behält, werden neben all den anderen auch einige Rinder aus der Mecklenburgischen Seenplatte und Vorpommern-Greifswald umziehen.

Hervorragende Tiere im Angebot

  • Der leistungsstarke Allrounder „Stürmli“ aus Werder
  • Der fleischbetonte „Polaris“ aus Fincken
  • Der typstarke „Boldi“ aus Mölln
  • Der muskulöse Öko-Bulle „Salvador“ aus Boock
  • Der gut proportionierte „Crespo“ aus Bentzin
  • „Cosmo“ mit überzeugender Gesamtbalance aus Lauenhagen bei Strasburg
  • „Prado“ aus Bargischow, der erste hornlose Aubrac-Bulle auf einer deutschen Auktion

Unternehmensstruktur der Rinder-Allianz

Bei der Rinder-Allianz sind mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigt. Neben der Hauptgeschäftsstelle in Woldegk in der Mecklenburgischen Seenplatte hat das Unternehmen Standorte in Güstrow im Landkreis Rostock, Karow in Ludwigslust-Parchim und Bismark in Sachsen-Anhalt. Diese regionale Verankerung unterstreicht die Bedeutung der Auktion für die lokale Landwirtschaft und Zuchtgemeinschaft.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration