Imkern im Trend: Meyenburger Verein startet Anfängerkurs für neue Hobbyimker
Imkern im Trend: Meyenburg startet Anfängerkurs für Hobbyimker

Imkern im Trend: Meyenburger Verein startet Anfängerkurs für neue Hobbyimker

Imkern als Hobby erfreut sich wachsender Beliebtheit in Deutschland. Am vergangenen Sonntag hat der Imkerverein Meyenburg einen neuen Ausbildungskurs für angehende Hobbyimker im Hotel Falkenhagen bei Pritzwalk gestartet. Dort werden wichtige Grundlagen der Bienenzucht vermittelt, die für eine erfolgreiche Honigproduktion unerlässlich sind.

Grundlagenausbildung für angehende Imker

Wer selbst Honig ernten möchte, sollte sich vorher fundiert ausbilden lassen. Zwar ist dies keine gesetzliche Pflicht, doch angesichts der notwendigen Investitionen in Geräte von rund 3000 Euro – wobei Neuimker etwa 1000 Euro Zuschuss vom Land Brandenburg erhalten können – sind Grundkenntnisse der Imkerei unverzichtbar. Der Kurs umfasst insgesamt fünf Module, in denen praktische Fragen behandelt werden.

Die Ausbildung deckt folgende Themenbereiche ab:

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  • Die notwendige Grundausstattung inklusive Schutzausrüstung
  • Die Vermehrung von Bienenvölkern und Wabenhygiene
  • Die Ernte und Verkostung von Honig

Motivation der Kursteilnehmer

Rund 15 angehende Hobbyimker nehmen an dem Kurs teil. Zu ihnen gehört Nina Gundlach aus Rohlsdorf in der Gemeinde Groß Pankow. „Wir haben ein Pachtgrundstück, auf dem wir zwei Bienenvölker entdeckt haben“, berichtet sie. Nun überlegen sie und ihr Mann, ob sie die Völker übernehmen und zu Hobbyimkern werden.

Auch Jens Müller aus Sagast bei Putlitz ist dabei. „Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mit der Imkerei anfange“, erklärt der junge Mann. Er besitzt einen Garten hinter seinem Haus und interessiert sich für Themen rund um Nachhaltigkeit. Auf dem Brandenburg-Tag in Perleberg im vergangenen Herbst hat er den Imkerverein Meyenburg kennengelernt.

Wachsendes Interesse an regionaler Honigproduktion

Laut Manuela Peters, der Vorsitzenden des Imkervereins Meyenburg, steigt die Nachfrage nach natürlichen, selbst produzierten Lebensmitteln stetig an. Vielen Hobbyimkern geht es um Regionalität und gesunde Ernährung mit heimischen Produkten. „Wer Honig produziert, leistet einen Beitrag zur Nachhaltigkeit“, betont Peters. „Die Honigbiene ist nach Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier“, fügt sie hinzu. Die kleinen Insekten sind der wichtigste Bestäuber von Blütenpflanzen.

Der jährliche volkswirtschaftliche Nutzwert der Bienen wird auf etwa vier Milliarden Euro geschätzt. Ohne ihre Bestäubung wären Obst- und Gemüsearten wie Äpfel, Birnen, Kirschen, Raps oder Möhren weniger ertragreich, die Früchte kleiner und weniger ansehnlich.

Imkervereine in der Prignitz

In Deutschland gibt es rund 143.000 Imker, von denen fast alle die Honigproduktion als Hobby oder Nebenerwerb betreiben. Insgesamt existieren etwa 964.000 bekannte Bienenvölker. Jährlich erzeugen die Imker deutschlandweit ungefähr 34.000 Tonnen Honig.

Im Landkreis Prignitz kümmern sich vier Imkervereine um die Betreuung und Ausbildung von Hobbyimkern. Neben dem Verein in Meyenburg mit seinen 35 Mitgliedern gibt es weitere Vereine in Wittenberge, Lenzen und Perleberg. Andere Vereine haben weniger Mitstreiter, da Hobbyimker neben finanziellen Mitteln auch viel Zeit investieren müssen, bis der begehrte Honig im Glas landet und auf Wochenmärkten oder anderswo verkauft werden kann.

„Jeder muss den besten Weg für sich finden“, betont Manuela Peters abschließend. „Wir geben das Rüstzeug für die Richtung, die jeder einschlägt.“

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