SoLaWi Klein Trebbow: Frühlingsfest zeigt regionale Produktvielfalt
SoLaWi Klein Trebbow: Frühlingsfest mit regionalen Produkten

Was Nematoden oder Tagetes sind, wissen regelmäßige Nutzer einer Jungpflanzenbörse in der Regel. Alle anderen konnten es am Wochenende in der Nähe von Klein Trebbow lernen – und noch viel mehr. Die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) Klein Trebbow hatte zum Frühlingsfest geladen. Neben dem Jungpflanzenmarkt wurden den Besuchern Führungen, Mitmachaktionen, Musik, die Möglichkeit zum Tauschen sowie Essen und Trinken geboten.

Jungpflanzenbörse und Mitmachaktionen

Auf den etwa drei Hektar Gartenland, auf denen das Frühlingsfest stattfand, baut das SoLaWi-Team unter anderem Kohlrabi, Möhren, Mangold, Spinat (der wurde gerade geerntet), Pastinaken, Schwarzwurzeln, Petersilienwurzeln, Rote Bete oder Stangensellerie an, zählt Christoph Schwitzke auf. Er gehört zum SoLaWi-Gärtnerteam. Während der Jungpflanzenbörse konnten im SoLaWi-Garten gezogene Pflanzen erworben werden.

SoLaWi versorgt 120 Haushalte

Die interessante Idee hinter dem Gemüseacker bei Klein Trebbow sind die Marktgärtnereien des 19. Jahrhunderts rund um Paris. Diese versorgten die Menschen in der Stadt mit frischem Gemüse. Ähnlich macht es die SoLaWi: Etwa 120 Haushalte erhalten die Produkte, die von SoLaWi erzeugt werden. Neben Gemüse gehören auch Fleisch- und Molkereiprodukte dazu. Markus Poland, ebenfalls Teil von SoLaWi, kümmert sich nicht nur um schottische Hochlandrinder, Gänse und das ostfriesische Milchschaf, sondern ist auch Käser. Wer mehr über das Konzept der solidarischen Landwirtschaft erfahren wollte, konnte dies während des regelmäßig stattfindenden Frühlingsfestes tun.

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Erzeugte Produkte werden verteilt

Die Natur und ihre Artenvielfalt stehen im Mittelpunkt des SoLaWi-Teams, das im Kern aus fünf Personen und Praktikanten besteht, die täglich ihr Bestes geben. Mitglieder der Solidarischen Landwirtschaft haben die Möglichkeit, mitzuarbeiten. „Bei bestimmten Tätigkeiten sind wir auf Hilfe angewiesen“, so Christoph Schwitzke. Das System funktioniert so, dass durch die Mitglieder ein bestimmtes Jahresbudget zusammenkommt, mit dem verlässlich gewirtschaftet werden kann. Im Gegenzug wird regelmäßig alles verteilt, was produziert wurde.

Arbeiten mit und in der Natur

Acker, Hecken, Wiesen und der 2020 gepflanzte Waldgarten – alles hat miteinander zu tun. Der Waldgarten besteht aus Gehölzen, deren Früchte essbar sind, wie Nüsse und Äpfel. Dieses kleine Gelände hinter den großen Gemüsebeeten soll einmal waldähnliche Strukturen haben und darf einfach wachsen. In allen anderen Bereichen ist Handarbeit gefragt. Gearbeitet wird mit der Natur. Durch Heckenanpflanzungen wird nicht nur der Erosion und Verdunstung entgegengewirkt; Tiere, die unerwünschte Schädlinge fressen, können sich ansiedeln. Das funktioniert sehr gut. Wenn Überschüsse produziert werden, können auch Nicht-SoLaWi-Mitglieder Kisten mit regional erzeugten Produkten abholen. Einfach mal nachfragen.

Die SoLaWi Klein Trebbow gehört zum Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau. Die knapp 300 Betriebe dieses Netzwerks präsentieren die enorme Vielfalt des Ökolandbaus in Deutschland. Als Demonstrationsbetriebe bieten sie das ganze Jahr über Einblicke in den Hofalltag und die ökologische Landwirtschaft.

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