Trockenes Frühjahr bedroht Niedersachsens Landwirtschaft
Den Äckern in Niedersachsen könnte ein zu trockenes Frühjahr bevorstehen, wie das Landvolk Niedersachsen mitteilt. Meteorologen rechnen zwar weiterhin mit wechselhaftem Wetter, doch flächendeckende Regenfälle werden nicht erwartet. Diese Situation könnte sich erheblich auf die Erträge und die Qualität der Felder im Norden auswirken und die Landwirte vor große Herausforderungen stellen.
Winterbilanz fällt trotz Schnee und Frost nüchtern aus
Trotz der viel Schnee und frostiger Kälte in den vergangenen Monaten zieht das Landvolk Niedersachsen eine nüchterne Bilanz des Winters. Konrad Westphale, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses Pflanze im Landvolk Niedersachsen, betont: „Es fehlt das Wasser.“ Schnee und Frost seien zwar positiv für den Boden, doch die reine Wassermenge sei dabei oft geringer als bei Regen. Die Niederschläge in Form von Schnee erreichten nur die Hälfte des Werts vom Januar des Vorjahres und kommen auf lediglich 30 bis 40 Millimeter.
Frostschäden und Wassermangel bereiten Sorgen
Die Schneedecke dient normalerweise als Schutz für die Pflanzen. Wird sie jedoch vom Wind abgetragen, sind die Pflanzen ungeschützt Frost und Ostwind ausgesetzt. „Inwiefern der Frost Schäden angerichtet hat, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen“, erklärt Westphale. Dennoch reagieren die Pflanzen bereits jetzt mit Aufhellungen und Verfärbungen, was auf Stress hindeutet.
Innerhalb des vergangenen Jahres verzeichnete Niedersachsen eine niedrige Wasserbilanz. Zwischen Februar 2025 und Februar 2026 fielen in Südniedersachsen weniger als 400 Millimeter Niederschlag. Das bedeutet, dass der Bodenvorrat nicht ausreichend gefüllt ist, wie Westphale sagt. Der Schnee von Januar mit einem Wasseräquivalent von rund 40 Millimetern dringt verzögert in den Boden ein, da er erst jetzt auftaut. Diese langfristige Wasserbilanz bereitet dem Landvolk erhebliche Sorgen für die kommende Anbausaison.
Auswirkungen auf Ernten und Bodenqualität
Die Kombination aus Frostschäden und Wassermangel könnte die Erträge in Niedersachsen spürbar beeinträchtigen. Landwirte müssen sich auf mögliche Ertragseinbußen und Qualitätsverluste bei ihren Feldfrüchten einstellen. Die Situation unterstreicht die Bedeutung nachhaltiger Bewässerungsstrategien und angepasster Anbaumethoden in Zeiten des Klimawandels.



