Mit ihren großen Knopfaugen und dem buschigen Schwanz sind Eichhörnchen die heimlichen Stars im Garten. Sie springen wendig von Ast zu Ast und wurden sogar zum „Gartentier des Jahres“ gewählt. Die flinken Nager leben nicht nur im Wald oder im Park – auch im eigenen Garten fühlen sie sich wohl. Da sie keinen Winterschlaf halten, sind sie selbst in den kalten Monaten unterwegs. Mit ein paar kleinen Gesten kannst du sie in deinen Garten locken und ihnen einen sicheren Lebensraum bieten.
Eichhörnchen im Garten ansiedeln
Mit ein paar einfachen Maßnahmen wird dein Garten zum Hörnchen-Paradies. Wichtig ist vor allem eines: Wasser! Eichhörnchen brauchen täglich viel Flüssigkeit. Wer keinen Gartenteich hat, stellt eine Schale Wasser, eine Eichhörnchen- oder Vogeltränke auf. So schützt du die Tiere vor dem Verdursten. Das gilt auch im Winter, denn Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf. Ob aus Brunnen, Schale oder Tränke – Eichhörnchen trinken viel Wasser.
Was fressen Eichhörnchen?
Die kleinen Kletterkünstler sind Allesfresser. Sie knabbern Nüsse, fressen Gemüse, Obst, Pilze und frische Triebe. Auch Insekten, Jungvögel und Eier stehen auf dem Speiseplan. Und das dürfte viele Gärtner freuen: Laut dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus machen sich Eichhörnchen sogar über Schnecken her. Wer die Tiere gezielt anlocken will, stellt eine Futterstation auf oder befestigt sie katzensicher am Baum. Auch ein Teller mit Nüssen auf der Fensterbank, Terrasse oder dem Balkon hilft. Die Nüsse am besten in kleine Stücke brechen. Ganze Nüsse mit Schale sind ebenfalls möglich.
Gefahren im Garten für Eichhörnchen
Gefährlich wird es durch Chemie im Garten. Schnecken-, Mäusekorn oder Rattengift sind nicht nur für Schädlinge gefährlich. Kommen Eichhörnchen mit Pestiziden oder Insektiziden in Kontakt, droht ihnen der Tod – qualvoll durch inneres Verbluten. Viele Hobby-Gärtner bemerken das nicht. Die Tiere ziehen sich zum Sterben in ihren Bau zurück. Deshalb solltest du, wenn möglich, auf handelsübliche Chemiekeulen verzichten. Der Eichhörnchen-Notruf-Verein empfiehlt zur Schneckenbekämpfung Produkte mit Eisen-III-Phosphat.
Weitere Gefahren im Garten
Auch Wasser kann zur Falle werden. Regentonnen immer mit Deckel oder Gitter verschließen. Oder einen Ast hineinlegen, damit sich ein Tier retten kann. Ein nicht genutztes Kinderplanschbecken kippt man besser aus. Einen Pool sollte man abdecken oder ebenfalls mit einer Kletterhilfe sichern. Viele Hobby-Gärtner schützen ihre Obstbäume mit Vogelschutznetzen. Für Eichhörnchen sind sie eine tödliche Gefahr. Die Tiere verfangen sich in den engen Maschen. Gelingt die Befreiung nicht, verhungern sie häufig. Mit diesen Tipps schaffst du einen sicheren und einladenden Garten für die putzigen Nager.



