Sträucherbörse des Jagdverbands MV: 6000 Pflanzen für die Artenvielfalt
Jagdverband MV: 6000 Bäume für Artenvielfalt

Sträucherbörse des Jagdverbands MV: 6000 Pflanzen für die Artenvielfalt

Die Sträucherbörse des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern ist mit großem Erfolg zurückgekehrt. Gemeinsam mit der Forstbaumschule Güstrow organisierte der Verband die Aktion, bei der innerhalb kürzester Zeit rund 6000 Bäume und Sträucher an die Mitglieder vergeben wurden. Die Nachfrage übertraf alle Erwartungen und zeigt das starke Engagement der Jäger für den Naturschutz.

Großer Andrang bei der Pflanzenvergabe

Bereits Wochen vor dem eigentlichen Termin waren alle verfügbaren Pflanzen reserviert. Jan Grundmann, Pressesprecher des Landesjagdverbandes, zeigte sich begeistert: „In diesem Jahr haben wir die Sträucherbörse erstmals wieder angeboten – und sie wurde hervorragend angenommen. Das Interesse war überwältigend.“ Die Aktion, die zuvor längere Zeit pausiert hatte, entwickelte sich zum wahren Renner.

Zu den ersten Abholern gehörte Klaus-Dieter Zimmermann aus dem Raum Hoppenrade, der seit 1981 als Jäger in Mecklenburg aktiv ist. „Die Hege und Pflege steht im Vordergrund“, betonte er. Mit den Sträuchern möchte er eine Obstwiese ergänzen und so seinen Beitrag zur Artenvielfalt leisten.

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Vielfältiges Angebot für die Reviergestaltung

Im Angebot der Sträucherbörse befanden sich zahlreiche heimische Gehölze:

  • Haselnuss
  • Weißdorn
  • Schlehdorn
  • Feldahorn
  • Wildbirne
  • Korbweide

Diese Pflanzen dienen nicht nur der optischen Aufwertung der Jagdreviere, sondern haben konkrete ökologische Funktionen. Grundmann erläuterte am Beispiel der Wildbirne: „Ihre Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten, die Früchte wiederum für Wildtiere und Igel.“

Landesweite Beteiligung und Gemeinschaftsgefühl

Die Verbandsmitglieder kamen aus dem gesamten Bundesland nach Güstrow. Maik Röder und Christoph Plötz reisten aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald an und nahmen Pflanzen gleich für mehrere Jäger mit. Die wohl weiteste Anfahrt hatte Kathrin Potratz-Scheiba von der Insel Usedom.

„Das ist eine attraktive Sache“, erklärte Potratz-Scheiba. „Als Mitglieder holen wir Sträucher und Bäume für die Jagdgenossenschaft. Außerdem kommt man miteinander ins Gespräch, was die Gemeinschaft fördert.“ Die Sträucherbörse entwickelte sich somit nicht nur zu einer Naturschutzaktion, sondern auch zu einem wichtigen Treffpunkt für die Jägerschaft.

Win-win-Situation für alle Beteiligten

Für die Baumschule Güstrow erwies sich die Kooperation als besonders wertvoll. Linda Leist, Geschäftsführerin der Baumschule, erläuterte: „Zum Saisonende bleiben oft größere Restbestände übrig, die sonst entsorgt werden müssten. So konnten die Pflanzen noch sinnvoll genutzt werden – und die Vereinsmitglieder des Jagdverbandes kamen günstig an neue Gehölze.“

Die Aktion schafft somit eine klassische Win-win-Situation: Die Baumschule kann Restbestände verwerten, die Jäger erhalten kostengünstig hochwertige Pflanzen für ihre Reviere, und die Natur profitiert von der gesteigerten Artenvielfalt.

Nachhaltiger Beitrag zum Naturschutz

Die 6000 Setzlinge, die bei der Sträucherbörse vergeben wurden, werden in den kommenden Jahren in den Jagdrevieren Mecklenburg-Vorpommerns wurzeln und gedeihen. Sie werden:

  1. Lebensraum für zahlreiche Tierarten schaffen
  2. Die Biodiversität in Wald und Feld erhöhen
  3. Als Nahrungsquelle für Insekten und Wildtiere dienen
  4. Zur ökologischen Aufwertung der Landschaft beitragen

Die erfolgreiche Wiederbelebung der Sträucherbörse zeigt, wie praktischer Naturschutz in der Zusammenarbeit zwischen Jagdverband und Forstwirtschaft funktionieren kann. Am Ende profitieren nicht nur die unmittelbar Beteiligten, sondern vor allem die Natur selbst – ein nachhaltiger Beitrag zur Bewahrung der Artenvielfalt in Mecklenburg-Vorpommern.

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