Krötenwanderung in Niedersachsen startet: Autofahrer müssen jetzt besonders vorsichtig sein
Krötenwanderung startet: Autofahrer müssen vorsichtig sein

Frühlingserwachen löst Krötenwanderung in Niedersachsen aus

Mit den steigenden Temperaturen beginnt in Niedersachsen die alljährliche Krötenwanderung. Tausende Amphibien machen sich in diesen Tagen auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Für viele Tiere führt dieser Weg über stark befahrene Straßen, was eine erhebliche Gefahr für die Krötenpopulation darstellt.

Umfangreiche Schutzmaßnahmen an Straßen

Vielerorts wurden bereits wieder Schutzzäune errichtet, um die Tiere vom Betreten der Fahrbahnen abzuhalten. Ehrenamtliche Helfer tragen die Kröten anschließend sicher über die Straßen. Dennoch sollten sich Autofahrer nicht allein auf diese Maßnahmen verlassen, sondern selbst besondere Vorsicht walten lassen.

Mehrere Landkreise haben wie in den Vorjahren Straßensperrungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen angekündigt. Auf der Bundesstraße 446 im Rodetal im Landkreis Northeim gilt bis voraussichtlich Ende März ein Tempolimit. Einige Kreisstraßen werden teilweise sogar nachts komplett gesperrt. Auch im Landkreis Peine werden Straßen nächtlich oder vollständig gesperrt oder sind nur noch für Anwohner befahrbar.

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Verkehrssicherheit hat oberste Priorität

Der Auto Club Europa mahnt eindringlich, Hinweisschilder zu beachten und beim Autofahren besonders wachsam zu sein. Fahrbahnränder sollten stets im Blick behalten werden, da dort häufig ehrenamtliche Helfer unterwegs sind. Der Verein warnt zudem vor plötzlichen Ausweichmanövern und Vollbremsungen, die zu Unfällen mit anderen Verkehrsteilnehmern führen könnten.

Ein zusätzliches Risiko: Die Straßen können durch Überreste bereits überfahrener Kröten rutschig werden, was die Gefahr von Unfällen weiter erhöht.

Klimabedingungen bestimmen Wanderungsbeginn

Die Krötenwanderung beginnt für gewöhnlich, wenn die Temperaturen auch nachts konstant über fünf Grad Celsius liegen – meist zwischen Mitte und Ende Februar. In Hannover sind diese Bedingungen laut Deutschem Wetterdienst bereits gegeben. „Diese Kombination aus milderen Nächten und feuchter Witterung ist in der Regel das Startsignal für Erdkröten und andere Amphibienarten, sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern zu machen“, erklärt der Naturschutzbund (Nabu) in Niedersachsen. Einzelne Tiere könnten sich aber durchaus auch früher in Bewegung setzen.

Jedes Tier ist wertvoll für den Artenschutz

Der Naturschutzbund machte bereits im vergangenen Jahr darauf aufmerksam, dass jedes einzelne Tier von unschätzbarem Wert für den Artenschutz ist. Die Bestände ehemals häufiger Arten wie Erdkröte oder Grasfrosch sind in den vergangenen Jahren unter anderem durch anhaltende Trockenperioden deutlich zurückgegangen. Wo mit Schildern auf Amphibien hingewiesen wird, sollte daher unbedingt Schritttempo gefahren werden, um die Tiere nicht zu gefährden.

Die Schutzmaßnahmen werden voraussichtlich bis Ende März andauern, bis die meisten Kröten ihre Laichgewässer erreicht haben. Autofahrer werden gebeten, in den betroffenen Regionen besondere Rücksicht zu nehmen und die angeordneten Verkehrseinschränkungen strikt zu beachten.

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