Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat Gartenbesitzer zu einem mähfreien Mai aufgerufen. Wer im kommenden Monat auf das Trimmen des Rasens verzichtet, hilft Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten. Denn blühende Wiesen sind für sie im Frühling eine wichtige Nahrungsquelle.
Warum ein mähfreier Mai wichtig ist
Wer den Rasenmäher stehen lässt, gibt Wildblumen wie Löwenzahn, Gänseblümchen und Klee die Chance zu blühen. Die Organisation betont: „Sie liefern wertvollen Nektar und Pollen, die für das Überleben vieler Insektenarten entscheidend sind.“ So entstehen Rückzugsorte, die in akkurat gepflegten Gärten sonst fehlen.
„Grüne Wüste“ für Insekten
Katharina Schmidt, Referentin für Stadt-Natur vom Nabu Hamburg, macht klar: „Ein kurz geschorener Rasen ist für Insekten praktisch eine grüne Wüste.“ Ihr Appell: „Wer im Mai auf das Mähen verzichtet, kann mit wenig Aufwand ein echtes Paradies für Bestäuber schaffen.“
Tipps für eine insektenfreundliche Rasenpflege
Auch über den Mai hinaus empfehlen die Naturschützer, reduziert zu mähen. Wer abschnittsweise mäht und dabei verschiedene Bereiche im Wechsel stehen lässt, bietet das ganze Jahr über Nahrung und Unterschlupf. Auch einzelne Inseln im Rasen helfen schon. Der Nabu rät zudem, auf Dünger und Pestizide zu verzichten, um die Artenvielfalt zu fördern. Ein wilder Rasen ist nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch pflegeleicht: Weniger Mähen spart Zeit und schont die Umwelt.



