Tiertransporter-Unfall auf A480: Tierarzt muss 60 schwer verletzte Hühner einschläfern
A480-Unfall: Tierarzt tötet 60 Hühner nach Transporter-Crash

Tragischer Unfall auf der A480: 60 Hühner nach Transporter-Crash getötet

Ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Tiertransporter hat am Mittwochmorgen auf der Autobahn 480 bei Gießen zu einem dramatischen Einsatz geführt. Ein mit rund 2000 Hühnern beladener Lastwagen krachte aus bislang ungeklärter Ursache gegen 8.15 Uhr zwischen dem Gießener Nordkreuz und dem Reiskirchener Dreieck in einen weiteren Lkw und prallte anschließend in die Leitplanke.

Chaotische Szenen auf der Autobahn

Bei dem Aufprall stürzten etwa 200 Transportkäfige mit den Hühnern von der Ladefläche des Tiertransporters auf die Fahrbahn. Für rund 50 Tiere bedeutete dies zunächst ungewollte Freiheit: Sie entkamen aus ihren Käfigen und liefen über die Autobahn. Die A480 in Richtung Reiskirchen musste daraufhin vollständig gesperrt werden, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte.

Autofahrer benötigten nicht nur Geduld, sondern auch starke Nerven beim Anblick der umherirrenden Tiere. Der Fahrer des Tiertransporters erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen und wurde medizinisch versorgt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Sechsstündiger Rettungseinsatz für die Tiere

Während Polizei und Feuerwehr die Unfallstelle sicherten, begann ein aufwendiger Rettungseinsatz für die verunglückten Tiere. Mitarbeiter des Veterinäramts und ein amtlicher Tierarzt versuchten, die Situation so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen. Sie fingen die freilaufenden Hühner ein und begutachteten die verletzten Tiere.

Für 60 Hühner kam jedoch jede Hilfe zu spät: Sie waren so schwer verletzt, dass sie vor Ort von dem Tierarzt eingeschläfert werden mussten. Diese tragische Entscheidung war aus tierschutzrechtlichen Gründen unumgänglich.

Umladung und vorübergehende Unterbringung

Die übrigen, weniger schwer verletzten oder unverletzten Tiere wurden unter tierärztlicher Aufsicht vorsichtig in einen Ersatztransporter umgeladen. Anschließend brachte man sie zu mehreren landwirtschaftlichen Betrieben in der Region, wo sie vorübergehend untergebracht wurden.

Nach rund sechs Stunden war der komplexe Einsatz schließlich beendet. Am frühen Nachmittag konnte die Vollsperrung der Autobahn wieder aufgehoben werden. Der stark beschädigte Tiertransporter wurde abgeschleppt. Der entstandene Sachschaden wird ersten Schätzungen zufolge auf etwa 150.000 Euro beziffert.

Die genaue Unfallursache ist noch ungeklärt und wird von den Ermittlungsbehörden weiter untersucht. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Tiertransporten auf deutschen Autobahnen auf.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration